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Konzert-Fotos: DJV wirft Helene Fischer „inakzeptablen Eingriff in die Pressefreiheit“ vor

Musik-Stars und Konzert-Fotografen – das ist schon traditionell eine schwierige Beziehung. So sind die Beschwerden über eine Gängelung der Kamera-Könner fast so alt wie das moderne Musik- und Konzert-Business. Deutschlands aktuelle Star-Sängerin, Helene Fischer, hat es mit ihren Akkreditierungsbestimmungen für ihre aktuelle Tournee nach Meinung des DJV jetzt allerdings übertrieben.

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Nach Einschätzung des Deutschen Journalisten-Verbandes handelt es sich bei den Regelungen um „Knebelverträge“. So soll in den Konditionen verlangt werden, dass die Fotos der jeweiligen Bildjournalisten nur in den Medien erscheinen, die der Konzertagentur bei der Akkreditierung vorab auch genannt wurden. „Jegliche Weitergabe der Produktion an Dritte, auch an andere Redaktionen etc., ist ohne vorherige schriftliche Genehmigung“ nicht gestattet, heißt es in dem Papier, das dem DJV vorliegt. Und weiter: „Die Produktion darf nur in Medien verwendet werden, die ausschließlich der regionalen Berichterstattung Rechnung tragen und auch nur regional Verbreitung finden – bei Internetveröffentlichungen nur in Regionalrubriken.“

DJV-Chef Michael Konken spricht deshalb auch von einem „inakzeptablen Eingriff in die Pressefreiheit“. Es stehe der Konzertagentur nicht zu, Bildjournalisten die Medien vorzuschreiben, in denen sie ihre Pressebilder verbreiten dürften.

Sollte die Konzert-Agentur nicht bereit sein, die Bildjournalisten ohne Vorbedingungen in die Halle zu lassen, sollten die Fotografen lieber auf die Berichterstattung verzichten, meint der Gewerkschafts-Boss.

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