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Nielsen-Studie: Deutsche „Social Media Muffel“ hinken in Sachen Digital-TV dem Trend hinterher

Nielsen-Deutschland-Chef Ingo Schier

Laut einer neuen Studie des Marktforschers Nielsen surfen rund ein Viertel der Deutschen beim Fernsehen nebenher auf einem „Second Screen“ im Internet. Damit liegen sie aber deutlich hinter dem europäischen (44 Prozent) oder gar globalen (58 Prozent) Durchschnitt. Die Deutschen, so die Studie seien in Sachen Second Screen eher „Social Media Muffel“.

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„Die Medienlandschaft ist in ständiger Bewegung und der Verbraucher profitiert nicht nur von dem schnell wachsenden Markt, sondern auch von der hohen Konkurrenz“, sagt Ingo Schier, Geschäftsführer von Nielsen Deutschland. Doch wenn es darum geht, neue Medien in den Alltag zu integrieren, sind die Deutschen im Vergleich eher schwerfällig. Und das, obwohl die sonntägliche Twitter-Debatte zum „Tatort“ mittlerweile gefühlt ein Massenphänomen ist. Aber eben nur gefühlt.

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Nur 21 Prozent der deutschen Verbraucher diskutieren laut Nielsen im TV Gesehenes in den sozialen Medien. Im Vergleich zum europäischen Durchschnitt (27 Prozent) ist das ausbaufähig. Ein Drittel (31 Prozent) der befragten Deutschen (Europa: 36 Prozent) gibt an, dass sie bestimmte Sendungen schauen, um den Unterhaltungen in den sozialen Netzwerken folgen zu können. 17 Prozent sagen, dass sie Sendungen bevorzugen, die eine Social Media-Einbindung haben – auch hier liegen die Konsumenten hierzulande hinter dem europäischen Durchschnitt (26 Prozent). Hinzu kommt, dass 59 Prozent der Deutschen angeben, dass sie während dem Fernsehen keine sozialen Medien benutzen. Der globale und europäische Trend geht indes zum Zweit- und mitunter auch zum Dritt-Bildschirm. Unternehmen sollten ihre Kommunikations- und Werbestrategien deshalb auf die neuen Sehgewohnheiten anpassen, folgert Nielsen.

Ein weiterer Trend sei, dass Geräte und Plattformen um die Aufmerksamkeit der Konsumenten konkurrieren. Dieser Trend zeige sich u.a. in der zunehmenden Beliebtheit der Streaming-Anbieter wie Netflix, Amazon Prime Instant, Watchever, Maxdome oder Sky Snap. Fast die Hälfte der Deutschen (46 Prozent) gibt an, dass flexible Programme für sie interessant sind, da sie besser in ihren Tagesablauf passen. 38 Prozent sagen zudem, dass sie häufig mehrere Folgen einer Serie, hintereinander schauen wollen. Trotzdem bleibt das klassische Fernsehen das beliebteste Bewegtbild-Medium. 53 Prozent der Deutschen bevorzugen laut der Studie das vorgegebene, lineare TV-Programm.

Spielfilme (Deutschland: 85 Prozent; Europa: 81 Prozent), Nachrichten (Deutschland: 82 Prozent; Europa: 80 Prozent) oder Dokumentationen (Deutschland: 81 Prozent; Europa: 79 Prozent) schauen Konsumenten am liebsten auf ihrem Fernseher. Einzige Ausnahme sind Video-Clips. Durchschnittlich 51 Prozent der Deutschen schauen diese lieber auf dem Computer, statt auf dem Fernseher (12 Prozent), Handy oder Tablet (jeweils 17 Prozent). Die Deutschen liegen damit auch hier leicht unter dem europäischen Durchschnitt (Computer: 61 Prozent; Fernseher: 16 Prozent; Handy: 25 Prozent).

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