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„Zapp“ in Montabaur: Journalisten, die auf Journalisten starren. Keine Erkenntnis, nirgends

In dem Moment, als der französische Staatsanwalt den Namen des Kopiloten nannte, schickten unzählige Redaktionen ihre Reporter-Teams nach Montabaur. Auch „Zapp“ machte sich gleich auf zum Elternhaus des vermeintlichen Schuldigen. Dort ging es den Medienjournalisten dann nicht um neue Hintergrundinfos zur Katastrophe, sondern die Arbeit der versammelten Presse. Beide Ansätze sorgen für einen ähnliche Erkenntnisgewinn: nämlich keinen.

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Beide Seiten, also die medienkritische und die vermeintliche Medienmeute machten genau das, was man von ihnen erwartete: Die einen filmten das Haus des Eltern, befragten Nachbarn und Mitglieder des Segelflugvereins. Während das „Zapp“-Team wiederum die Reporter dabei beobachtete, wie diese das Haus der Eltern filmen und danach die Nachbarn befragten, was denn die Reporter von ihnen wollten.

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Der „Zapp“-Beitrag

Tatsächlich zeigte der Beitrag jedoch auch, dass die gesamte Arbeit der TV-Profis in solchen Krisensituationen längst ritualisiert ist. Man macht das, was man immer macht. Ohne das eigenen Handeln noch groß zu hinterfragen. Oder wie eine französische Reporterin resigniert und entschuldigend sagt: „Das ist der Job. Wir müssen ihn machen“.

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