Anzeige

„Ihr larmoyantes Verhalten ist zum Kotzen“: Til Schweiger wettert weiter gegen Edathy-Entscheidung

Schauspieler Til Schweiger kann und will nicht verstehen, warum das Verfahren gegen Sebastian Edathy eingestellt wurde. Er machte seiner Wut bereits auf Facebook Luft und schrieb am Dienstag außerdem für Stern.de einen Kommentar zum Thema. Der Inhalt: viele Fragezeichen.

Anzeige

Das Gerichtsverfahren gegen den früheren SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy wegen des Besitzes kinderpornografischer Schriften wurde gegen eine Geldauflage eingestellt. Diese Entscheidung sorgte bei vielen für Unverständnis und Wut; vor allem in den Sozialen Netzwerken entlud sich dieser Zorn. Auch Til Schweiger zeigte sich erbost:

Auf Stern.de legte er am Dienstagabend noch einmal nach – zwar mit gemäßigterem Ton, aber immer noch voller Fragen und voller Wut:

„Ich bin wütend. Hier kommt jemand, der zugegeben hat, sich Bilder kleiner Jungen aus dem Internet heruntergeladen zu haben, mit einer Einstellung des Verfahrens davon. Das, befürchte ich, muss doch jedem Pädophilen Mut machen.“

Tatsächlich hat Edathy vor Gericht zugegeben, sich kinderpornografische Bilder und Videos aus dem Internet heruntergeladen zu haben. Sein Verteidiger erklärte in seinem Namen: „Die Vorwürfe treffen zu. Ich habe inzwischen eingesehen, dass ich einen Fehler gemacht habe.“ Auf seiner Facebook-Seite hingegen relativierte er seine Ausagen und schrieb, ein Geständnis würde nicht vorliegen: „Die Staatsanwaltschaft war mit dem Wortlaut der Erklärung einverstanden. Eine Schuldfeststellung ist damit ausdrücklich nicht getroffen worden.“

Wie es zu der Entscheidung der Justiz gekommen ist, das Verfahren gegen einen Geldbetrag von 5.000 Euro einzustellen – unklar. Doch nicht nur das löst Til Schweigers Wut aus, sondern auch auch und vor allem das Verhalten Edathys in der Öffentlichkeit:

Herr Edathy, Ihr larmoyantes Verhalten ist zum Kotzen. Dieser Mangel an Mitgefühl, keine Empathie. Da bekommen Kinder Zigaretten geboten von Männern und ein bisschen Geld, damit sie sich ausziehen. Kinder aus schwierigen Verhältnissen; Kinder, deren Eltern nicht achtgeben und es vielleicht auch nicht können.

Til Schweiger stellt zwar viele Fragen, macht aber gleichzeitg deutlich, dass er den Beschluss eigentlich gar nicht verstehen will:

„Und jetzt schreibt Edathy auch noch im Internet, nur einen Tag nach dem Gerichtstermin, er sei darüber verwundert, warum zum Beispiel ich sein Handeln öffentlich kommentiere. Meine Antwort ist einfach: Ich kommentiere, weil ich die Einstellung des Verfahrens nicht verstehe und nicht begreifen will.“

Anzeige