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Comic-Dino als Fracking-Maskottchen: Wie Exxon mit dem Nabu-Negativpreis umgeht

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) verlieh dem Öl-Konzern ExxonMobil Ende vergangenen Jahres seinen Negativ-Preis, um ihn für die „Verharmlosung des umstrittenen Fracking-Verfahrens“ zu kritisieren. Daraufhin hat das Unternehmen nun seine eigene Art der Reaktion gefunden: Aus dem Preis in Form eines Sauriers formte das Marketing kurzerhand ein liebenswertes Dino-Maskottchen mit breitem Lächeln und stolzer Brust.

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Teil der Idee, den Preis zu verharmlosen, war zudem eine Online-Abstimmung zur Namensfindung. Laut PR-Report begeisterte Exxon mit seiner Aktion lediglich 400 Teilnehmer.

Zu Beginn dieser Woche präsentierte der Konzern dann sein neues Maskottchen: „Ich heiße Frexxi und bin zum Jahreswechsel vom Nabu zu ExxonMobil nach Hannover gezogen.“ Zusätzlich hat der Web-Dino einen eigenen Auftritt bei Twitter bekommen.

Exxon-Chef Gernot Kalkoffen nahm auch in einem Brief an Nabu Stellung zur Verleihung des Negativpreises. Darin schreibt der Kalkoffen, dass er sich für den Negativ-Preis nicht bedanke, er aber die Arbeit des Bundes lobe, die dazu Beitrage, dass Exxon und auch andere Konzerne „Anstrengungen unternehmen“, um ihre Produkte „umweltgerechter“ zu gestalten.

Dennoch reagiert der Nabu auf den Comic-Dino allergisch.

Frexxi soll zukünftig über Fracking informieren und offenbar auch Vorurteile abbauen. „Als Dino hab ich natürlich eine besondere Affinität zu fossilen Energieträgern, denn auch die sind vor vielen Millionen Jahren entstanden und erfreuen sich bis heute großer Beliebtheit.“

Für Exxon ist es nicht der erste Negativpreis des Naturschutzbundes. 2000 erhielt bereits Lee R. Raymond, damals Exxon-Esso-Chef, den „Dino des Jahres“.

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