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Aua, AfD! Wie die Protestpartei vergeblich versuchte, den NDR auszutricksen

Beim Wahlkampf auf den Straßen Hamburgs interessiert sich kein Passant für die AfD-Flyer des Spitzenkandidaten Jörn Kruse. Da der Politker aber von einem NDR-Kamerateam gefilmt wird, schlüpft spontan ein Parteiaktivist in die Rolle des interessierten Bürgers.

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In Hamburg stehen die Bürgerschaftswahlen vor der Tür und auch die AfD wirbt fleißig um Wähler. Im Stadtteil Poppenpüttel will Jörn Kruse, der Spitzenkandidat der Partei, AfD-Flyer an Passanten verteilen – und ist dabei nicht wirklich erfolgreich. Einer nach dem anderen schüttelt den Kopf und läuft weiter. Das ist besonders ärgerlich, da ein NDR-Kamerateam den Politiker für die Sendung „Panorama“ im Wahlkampf begleitet.

Doch dann bleibt endlich ein Interessent stehen: Der junge Mann hört Jörn Kruse aufmerksam zu und nickt zustimmend – es scheint, als habe Kruse einen neuen Wähler gefunden. Tatsächlich ist er aber selber ein AfD-Aktivist, wie das „Panorama“-Video beweist. Der Reporter spricht den Politiker auf diesen „Zufall“ an und kann sich dabei ein Lachen nicht verkneifen. Kruses Reaktion: „Das ist… wahrscheinlich so, ja.“

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In einem zweiten Video-Ausschnitt bleibt ein älterer Herr am AfD-Stand stehen, doch auch dieser „zufällige“ Passant wirkt wie ein Laienschauspieler: „Sie sprechen mir aus dem Herzen“ antwortet er pathetisch – und auffallend schnell – auf den Hinweis von Kruse, es gebe „eine ganz akute islamistische Gefahr“.

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