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Illegale Streaming-App: Abmahnwelle bei Popcorn-Time-Nutzern

Wie Netflix – nur illegal: Die Streaming-Plattform Popcorn Time lockt mit schönem Interface und einer großen Auswahl an Filme, die aktuell in den Kinos laufen. Nun scheinen Nutzer aber besonders häufig Post vom Abmahnanwalt zu bekommen.

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„Es ist sehr benutzerfreundlich gestaltet, sodass der Eindruck entsteht, der Nutzer würde sich in einer Onlinevideothek bewegen,“ erklärt der Berliner Medienanwalt Johannes von Rüden, Betreiber von Abmahnhelfer.de. Allerdings bezieht das kostenlose Tool seine Daten aus dem BitTorrent-Netzwerk. In dem sogenannten P2P-Netzwerk werden Inhalte nicht nur heruntergeladen, sondern gleichzeitig auch anderen Nutzern zur Verfügung gestellt. Durch die Verbreitung von urheberrechtlich geschütztem Material machen sich Nutzer strafbar.

Erst im vergangenen März gestartet, erfreut sich der Service großer Beliebtheit. Die Software ist bereits in 44 Sprachen verfügbar, Nutzer können recht komfortabel zwischen Originalton und synchronisierter Fassung wählen. Sogar Apps für Android-Smartphones und -Tablets gibt es. Zum Missfallen von Hollywoods großen Filmstudios, denen durch die illegale Verbreitung von Filmen und Serien jährlich Milliarden Dollar an Einnahmen verloren gehen.

Nun scheint es so, dass die Münchener Rechtsanwaltskanzlei Waldorf Frommer in den vergangenen Wochen verstärkt im Auftrag von 20th Century Fox, Warner Bros. und deutschen Rechteinhabern wie Tele München oder Universum Film Popcorn-Time-Nutzer abmahnt. „Aktuell schätzen wir, dass jede zweite Abmahnung aus München auf die Nutzung von Popcorn Time zurückzuführen ist“, sagte von Rüden. Allein im Januar sollen mehr als 150 Abmahnungen auf die Nutzung der umstrittenen App zurückzuführen sein, die von Rüden mit seinem Team bearbeitet.

Die Kanzlei fordert von den Nutzern durchschnittlich 815 Euro, zudem fordern die Anwälte die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung.

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