Feministinnen vs. Ultraorthodoxe: Photoshop-Duell um das Pariser Trauermarsch-Bild

Auch im Ausland wird über das Foto der Staatschefs beim Trauermarsch von Paris diskutiert. Nur anders. Stein des Anstoßes: In Israel druckten die beiden Ultraorthodoxen Zeitungen Hamodia und Hamevaser das Bild – nur ohne alle Frauen. Diese wurden einfach rausgeschnitten. Das Social-Web reagierte fix und brachte eine weitere Version des Fotos in den Viral-Umlauf: Diesmal ohne Männer.

Schon heute gehört das Foto, das die Staatschefs eingehakt beim Trauermarsch in Paris zeigt, zu den Bildern des Jahres. Auch wenn der Umgang vieler Medien mit dem gestellten Foto noch immer höchst hitzig diskutiert wird.

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Für besonderes Aufsehen sorgten im Ausland die beiden ultraorthodoxe Zeitungen Hamodia und Hamevaser aus Israel. Sie retuschierte die Frauen aus dem Bild. So sind weder Angela Merkel noch die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini zu sehen. Aus religiösen Gründen weigern sich die beiden Zeitungen Frauen auf Fotos abzubilden.

Die Antwort ließ im Social Web nicht lange auf sich warten. Waterford Whispers postete seinerseits eine Version des Bildes auf dem alle Männer rausgeschnitten waren. Passender Text dazu: „Feminist Newspaper Photoshop’s Male World Leaders Out Of Paris March“.

Dumm nur, dass sich in die lustige Photoshop-Antwort der Fehlerteufel eingeschlichen hat. Beim rausschneiden aller Männer, wurde die schweizerische Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga ebenfalls aus dem Bild geschnippelt. Wahrscheinlich wegen ihrer Kurzhaarfrisur.