Anzeige

Mindestens zwölf Tote: Anschlag auf Zeitungsredaktion Charlie Hebdo

Auf die Redaktion des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo wurde ein schrecklicher Terror-Anschlag verübt. Nach Angaben der Polizei drangen gegen 11.30 Uhr zwei Männer mit Kalaschnikows und einem Raketenwerfer bewaffnet in die Räume der Zeitung ein. Es soll zwölf Tote und mehrere Verletzte gegeben haben. Die Täter haben möglicherweise einen islamistischen Hintergrund. Zudem sollen sie noch auf der Flucht sein. Die französische Regierung hat die höchste Terrorwarnstufe für den Großraum Paris ausgerufen.

Anzeige

„Es ist ein echtes Massaker. Es gibt Tote!“, zitiert das Internetportal 20 minutes in einer ersten Meldung einen Angestellten der Zeitung. Nach jüngsten Angaben der Polizei in Frankreich sind bei dem Anschlag in Paris zwölf Menschen getötet worden, darunter zwei Polizisten. Offenbar befindet sich auch Stephane Charbonnier, Chefredakteur von Charlie Hebdo und der Zeichner der umstrittenen Mohammed-Karikaturen unter den Opfern.

Gegenüber dem Fernsehsender iTELE erklärte laut N24 ein Augenzeuge, dass er  von einem benachbarten Gebäude aus gesehen habe, wie vermummte Männer mit Sturmgewehren das Haus im Zentrum von Paris betreten hätten. „Einige Minuten später waren viele Schüsse zu hören.“

Nach dem Angriff in den Redaktionsräumen, kam es laut Polizei noch zu einem Schusswechsel mit den Sicherheitskräften. Bei ihrer Flucht hätten die Angreifer einen Polizisten angeschossen und später einen Fußgänger überfahren.

Möglicherweise haben die Angreifern einen islamistischen Hintergrund. So gibt es Filmmaterial von einem Häuserdach aus der Nähe des Tatorts, auf dem zu hören ist, wie mindestens einer der Täter „Allahou Akbar“ ruft. Zudem sollen die Männer laut Fance Info gebrüllt haben: „Wir werden den Propheten rächen“.

Präsident François Hollande berief bereits eine Krisensitzung ein. Die Folge: Die französische Regierung rief die höchste Terrorwarnstufe für den Großraum Paris aus. Der Anti-Terror-Plan sei auf die Stufe „Anschlagsalarm“ angehoben worden, berichtet die Zeit mit Bezug auf den Sitz von Premierminister Manuel Valls.

Das Magazin Charlie Hebdo sorgte in der Vergangenheit immer wieder unter anderem mit provokanten Mohammed-Karikaturen für Schlagzeilen.

Bereits am 2. November 2011 war auf die Redaktion am Boulevard Davout (11. Arrondissement) ein Brandanschlag verübt worden. Damals stand die Attacke in Zusammenhang mit dem Abdruck einer Mohammed-Karikatur auf der Titelseite des Magazins.

In der aktuellen Ausgabe des Magazins geht es unter anderem um den neuen Roman des französischen Skandal-Autors Michel Houellebecq. In „Unterwerfung“ geht es um die Machtübernahme durch einen muslimischen Präsidenten in Frankreich im Jahr 2022 beschreibt.

Anzeige