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Protest gegen Pegida: Lausitzer Rundschau druckt schwarzes Titelfoto

Jeder protestiert auf seine Weise: Während sich in vielen Großstädten mittlerweile ernsthafte Gegenbewegungen zu den Pegida-Demonstrationen gebildet haben, setzt die Lausitzer Rundschau auf ihre Weise ein Zeichen gegen die Bewegungen, die sich um die „Islamisierung des Abendlandes“ sorgt. Die Tageszeitung aus Cottbus erscheint am Dienstag mit einem schwarzen Titelfoto.

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Die Zeile dazu lautet: „Dresden schaltet ab“. Damit thematisiert die Redaktion um Chefredakteur Johannes M. Fischer den Protest vieler Dresdner, in dem sie während der Pegida-Demonstration ihre Lichter löschen.

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Der Chefredakteur will die Pegida-Sympathisanten jedoch nicht ausschließen. „Pegida und die damit zusammenhängende Flüchtlingsdebatte ist natürlich ein großes Thema für die Regionalzeitung“, sagt Fischer. „Wir berichten und kommentieren fast täglich – auch in größeren Zusammenhängen, wenn es etwa um Begriffe wie Abendland, Aufklärung und Glück geht. Auf diese Weise bin ich inzwischen mit vielen Anhängern und Gegnern ins Gespräch gekommen. Und die meisten Dialoge verliefen konstruktiv. Miteinander reden, das geht durchaus. Und genau dafür ist ein Medium wie die Lausitzer Rundschau auch da“, so Fischer.

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