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Desaströses Zeugnis: 63 Prozent haben kein Vertrauen in Ukraine-Berichterstattung der deutschen Medien

Spätestens mit der Ukraine-Krise brach auch ein Konflikt offen zu Tage, der schon länger zu schwelen schien. Immer mehr Menschen misstrauen der Berichterstattung vieler deutscher Medien. Immer häufiger ist von „Systempresse“ und „gelenkten Staatsmedien“ etc. die Rede. Infratest Dimap nahm sich nun diesem Phänomen an und förderte erschreckende Zahlen zu Tage.

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Im Auftrag des NDR-Medienmagazins Zapp befragten die Meinungsforscher über 1000 Personen zu ihren Vertrauen in die Ukraine-Berichterstattung. Das Ergebnis ist ein deutlicher Warnhinweis an die Arbeit vieler Redaktionen. Denn laut der Umfrage haben 63 Prozent wenig oder gar kein Vertrauen in die Ukraine-Berichterstattung deutscher Medien. Fast jeder Dritte empfindet die Berichterstattung als einseitig und 18 Prozent gehen gar von einer bewussten Fehlinformation durch die Medien aus.

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Quelle: Zapp

Insgesamt sei Vertrauen in die Medien so schlecht wie lange nicht mehr, heißt es in der Studie. „Haben im April 2012 noch 40 Prozent der Befragten angegeben, großes oder sehr großes Vertrauen zu den Medien zu haben, sind es jetzt, im Dezember 2014, nur noch 29 Prozent.“

Die Meinungsforscher fragten auch nach dem Vertrauen in die Berichterstattung zu den Themen Isis (53 Prozent negative Rückmeldungen) und dem Lokführerstreik (40 Prozent). In beiden Fällen waren die Werte immerhin leicht besser.

In der kommenden Sendung am 17. Dezember will Zapp (23.20 Uhr im NDR) nun der Frage nachgehen, was in der Krisen-Berichterstattung schiefgelaufen ist und wie sich das verlorene Vertrauen wieder aufbauen lässt.

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