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Und die FB-Flucht droht doch: Immer mehr Nutzer sind von Facebook gelangweilt

Neues Datenfutter für die Debatte um die Frage, ob die Teenager Facebook den Rücken kehren oder nicht. Der Global Web Index kommt nun genau zu diesem Schluss inklusive der Erkenntnis, dass auch die Erwachsenen immer gelangeweilter von Facebook zu sein scheinen. So besuchen beiden Gruppen das Social Network mittlerweile seltener.

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Eine Befragung von 12.500 Facebook-Mitgliedern aus den USA und England ergibt, dass rund die Hälft sagte, dass sie mittlerweile seltener zu Facebook surfen würde. Bei den Männern liegt dieser Wert bei 55 Prozent. Die Frauen kommen auf 46 Prozent.

Noch problematischer stellt sich die Situation bei den Teens dar. So kommt die Analyse zum Schluss, dass bei den 16- bis 19-jährigen mittlerweile 64 Prozent angeben, seltener Facebook zu besuchen. Das bedeute jedoch nicht, dass die Teens oder die Erwachsenen die Plattform verlassen. Eingesetzt hat die FB-Flucht demnach noch nicht. Allerdings erscheint sie mittlerweile im Bereich des möglichen. Fest steht: Die Langeweile nimmt zu und die Aktivität geht zurück.

Tatsächlich antworteten die meisten auf die Frage, warum man nicht mehr so häufig das Social Network ansurfen würde, dass Facebook einfach nicht mehr so interessant sei. Rund 50 Prozent aller Teens bestätigen zudem, dass sie schlicht „gelangweilt“ vom Network seien. Datenschutz-Bedenken spielen dagegen keine große Rolle.

Bereits im Oktober kam eine Analyse der Investmentbank Piper Jaffray laut Washington Post zu dem Ergebnis, dass zwischen Frühling und Herbst dieses Jahres ein massiver Einbruch der Facebook-Nutzung der 13- bis 19-Jährigen verzeichnet wurde. Demnach antworten im Frühling noch 72 Prozent der Teenager auf die Frage, ob sie Facebook nutzen würden, mit Ja. Im Herbst lag dieser Wert nur noch bei 45 Prozent. Das wäre eine dramatische Entwicklung.

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