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Giftalarm beim WDR: „Aktuelle Stunde“ twittert live die eigene Evakuierung

Feuerwehr-Großeinsatz im WDR-Funkhaus Düsseldorf. Im Keller des Gebäudes ist eine säuerlich riechende Flüssigkeit aufgefallen – möglicherweise eine giftige Chemikalie. Die Einsatzkräfte haben den WDR evakuiert. Für die Redaktionen des Senders eine mittlere Katastrophe: Das Team der „Aktuelle Stunde“ muss provisorisch von Düsseldorf nach Duisburg ausweichen. Dabei macht die Redaktion den Einsatz zum Social-Media-Event.

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Am Dienstagvormittag wurde im Funkhaus in Düsseldorf eine übel riechende Flüssigkeit entdeckt. Nachdem einige Mitarbeiter über Übelkeit klagten, alarmierte der WDR die Feuerwehr. Die entschied: Der WDR muss evakuiert werden. Keine kleine Aufgabe. Zum Zeitpunkt des Feuerwehreinsatzes waren 300 Menschen im Gebäude. Die Feuerwehr rückte mit Leiterwagen an. Medienberichten zufolge gibt es bisher zehn Leichtverletzte. 

Trotz der heiklen Situation bleiben die Mitarbeiter der regionalen Nachrichtensendung „Aktuelle Stunde“ Reporter durch und durch. Die Journalisten nutzen die Gelegenheit, halten Zuschauer und Fans via Twitter über den Einsatz auf dem Laufenden. Doch der Einsatz der Rettungskräfte stellt die Fernsehmacher vor ein wesentliches Problem – der Aufrechterhaltung des Sendebetriebes.

Kurzerhand packt die „Aktuelle Stunde“ ihren Krempel und donnert über die Autobahn ins nächste WDR-Studio nach Duisburg. Beim Losfahren ist klar: Die Ankunft zum  Sendebeginn um 12.45 Uhr wird knapp.

Während die Produktion in Windeseile durchs Ruhrgebiet brettert, kümmert sich die Social-Media-Redaktion weiter um ihr kreiertes Event.

Update 14.30 Uhr: 

Der WDR hat erklärt, dass die Mitarbeiter gegen 13.45 Uhr ihre Arbeit wieder aufgenommen haben, die Feuerwehr ist abgerückt. Nach Angaben des Senders mussten zehn Kollegen wegen „leichter Reizungen der Atemwege medizinisch versorgt“ werden. Eine Ursache für den üblen Geruch konnte die Feuerwehr nicht feststellen.

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