„Vier Jahre im Möbelmarkt verschollen“: Wie sich Home24 über Ikea lustig macht

Das Marketing von Home24 steht darauf, sich in seinen Werbespots über die Tücken des stationären Handels lustig zu machen. Im neuesten Streich, der wohl vor allem als Seitenhieb auf Ikea und dessen riesige und unübersichtliche SB-Abteilung zu verstehen ist, wirbt die Rocket-Internet-Tochter nun mit einem Mann, der vier Jahre lang in einem Möbelhaus verschollen war.

„Mit einem Augenzwinkern“ wolle man deutlich machen, wie komfortabel der Einkauf in einem Online-Möbelhaus sein kann, erklärt Home24-Chef Constantin Eis. In einem Internetfilm berichtet eine Nachrichtensendung die Breaking News, dass ein jahrelang verschwundener Familienvater endlich wieder aufgetaucht ist. Gefunden hat man den verwahrlosten Mann zwischen den Regalen eines Möbellagers, wie man sie von Ikea kennt.

Um den Streifen fürs Web herum platziert Home24 drei kurzgedrehte Werbespots, in denen der Breaking-News-Charakter kurz angerissen wird. Im Vordergrund stehen jedoch die Produkte des Versandhändlers. Darin erklärt die Ehefrau des Verschollenen, dass das Leben habe weitergehen müssen. Weil niemand mehr ins Möbelhaus fuhr, bestellte sie online.

In der neuen Kampagne bleibt Home24 seinem bisherigen Werbestil treu. Vor zwei Jahren streute das Unternehmen Spots, in denen es sich über die weiten Wege zu Möbelhäusern lustig machte. Kunden müssten für eine neue Garnitur „An den Arsch der Welt“ fahren.

Mit den aktuellen Spots scheint Home24 vor allem Männer ansprechen zu wollen. Gestreut wird die Werbung unter anderem auf den Sportsendern Eurosport und Sport1 sowie dem Männersender DMAX. Auch werden sie bei RTL II und dem Nachrichtensender N24 zu sehen sein.