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Bühne frei für den Salafisten: Zuschauer-Proteste nach Jauch-Talk

„Gewalt im Namen Allahs – Wie denken unsere Muslime?“– Am Sonntag Abend war zu diesem Thema ein Imam-Prediger bei Günter Jauch zu Gast und redete sowohl den Moderator als auch alle anderen Gäste in Grund und Boden. Die TV-Kritiker überschlugen sich am Montag mit Negativkritik. Und auch das Publikum ist empört über Jauchs Kapitulation.

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Abdul Adhim Kamouss ist Imam und predigt unter anderem in der Al-Nur-Moschee in Berlin. In seinen Videos auf YouTube erklärt er zum Beispiel, dass Frauen von Engeln verflucht würden, wenn sie ihren Ehemännern Sex verweigerten. Außerdem dürften sie auch nicht ohne Erlaubnis des Gatten aus dem Haus. Gestern war Kamouss bei Günther Jauch zu Gast – und dominierte schnell die Sendung.

Zu den weiteren Gästen zählten CDU-Politiker Wolfgang Bosbach, Neukölln-Bürgermeister Heinz Buschkowsky, Spiegel-Redakteurin Özlem Gezer und der NDR-Journalist Stefan Buchen. Sie alle und auch der Moderator wurden von Kamouss immer wieder unterbrochen, kamen kaum zu Wort – bis sie schließlich einer nach dem anderen kapitulierten. Die deutsche Presse kritisiert die Sendung und vor allem Jauchs Umgang mit dem Gast scharf. Von einem Talkshow-Fiasko und einem völlig überforderten Moderator spricht beispielsweise der Stern.

Doch nicht nur bei Journalisten ist der Unmut groß, auch viele Zuschauer lassen ihrer Missbilligung auf Facebook und Twitter freien Lauf:

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