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Justiz-Auktion: Web-Bieterwettstreit um Middelshoffs Piaget-Uhr

Trotz aller juristischen Schwierigkeiten, Pfändungsbeschlüssen und anderen Unannehmlichkeiten, denen sich Thomas Middelhoff zur Zeit ausgesetzt sieht, scheint der Ex-Bertelsmann-Chef nichts von seiner Strahlkraft eingebüßt zu haben. Zumindest in einem gewissen Sinne. So entfacht seine Piaget-Uhr, die gerade von der NRW-Justiz versteigert wird, einen regelrechten Bieterwettstreit im Web.

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Der Startpreis lag bei 1.400 Euro. Das Höchstgebot für den Chronographen, der einen Listenpreis von rund 20.000 hat, beträgt mittlerweile allerdings  6.000 Euro. Ein Preis, der selbst Experten überrascht. „Nach unserer Schätzung dürfte eine Piaget Citea Automatique selbst in Zeiten hoher Nachfrage – vor Weihnachten etwa – kaum mehr als 2000 Euro erbringen“, zitiert Spiegel Online Stefan Muser vom Auktionshaus Crott.

Die Versteigerung zehrt offenbar vom Promi-Bonus des Besitzers und der großen Aufmerksamkeit, die der Uhr zuteil wird.

Selbst die Übergabe der Piaget in den Fundus der NRW-Justiz ging groß durch die Medien. Der 20.000-Euro-Chronograf aus Gold mit Krokolederarmband wurde dem Manager am 20. August beim Landgericht Essen gepfändet. Dort muss sich Middelhoff derzeit wegen des Verdachts der Untreue erwehren. Die Gerichtsvollzieherin hatte auf Antrag eines Fonds des Berliner Wohnungsbauunternehmens Gewobag eine Taschenpfändung beantragt. Der Ex-Acondor-Manager soll der Firma knapp eine Million Euro schulden.

Die Auktion läuft noch bis zum 17. Oktober.

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