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Thomas Bellut: ZDF-Beteiligung an Jugendsender nur mit mehr Personal

Zeit-Interview mit ZDF-Intendant Thomass Bellut: “Habe noch keine einzige Klage gehört, wir würden mit unserem Angebot im Netz Geschäftsmodelle zerstören”
Zeit-Interview mit ZDF-Intendant Thomass Bellut: "Habe noch keine einzige Klage gehört, wir würden mit unserem Angebot im Netz Geschäftsmodelle zerstören" Foto: ZDF/Benno Kraehahn

Das ZDF wird sich an dem geplanten Jugendsender der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten nur beteiligen, wenn es dafür mehr Personal bekommt. Das betonte Intendant Thomas Bellut am Freitag in einer Sitzung des ZDF-Fernsehrats. Der will außerdem transparenter werden und tagt ab 2015 öffentlich.

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Wegen einer Auflage des 18. KEF-Berichts (KEF = Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs bei ARD und ZDF) muss der Mainzer Sender bis zum Jahr 2020 voraussichtlich 560 Vollzeitstellen abbauen. 350 davon seien bereits weggefallen, erklärte ZDF-Intendant Thomas Bellut am Freitag in einer Sitzung des ZDF-Fernsehrats in Berlin.

Schon jetzt leide die aktuelle Berichterstattung punktuell an den Engpässen. Eine Beteiligung an einem gemeinsamen Jugendkanal mit der ARD käme daher nur in Frage, wenn die KEF das dafür notwendige Personal genehmigt. Für den Jugendsender beziffert Bellut den Bedarf auf rund 30 Vollzeitstellen.  Noch ist nicht klar, ob es den geplante Jugendsender tatsächlich geben wird. Eine Entscheidung darüber soll am 16. Oktober von den Ministerpräsidenten getroffen werden.

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Der ZDF-Fernsehrat will außerdem transparenter werden. In der Sitzung vom Freitag beschloss das Gremium, ab 2015 öffentlich zu tagen. Ausgeschlossen sind von der Regelung nur Ausschüsse und Beratungen zu zwingend vertraulich zu behandelnden Themen. Eine “Arbeitsgruppe Transparenz” soll zudem weitere Maßnahmen ausarbeiten. Daraus hervorgehen soll am Ende ein Vorschlag, wie die Geschäftsordnung zugunsten von mehr Transparenz umstrukturiert werden kann.

 

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