Anzeige

Stern-Online-Chefin Anita Zielina verlässt Gruner + Jahr

Stern.de-Chefin Anita Zielina geht

Anita Zielina, die Vizechefredakteurin des stern, verlässt Gruner + Jahr. Nach MEEDIA-Infos hat Zielina, die vor allem für die digitale Strategie des Magazins verantwortlich ist, aus freien Stücken gekündigt. Die Mitarbeiter werden zur Stunde informiert. Nachfolger wird Philipp Jessen.

Anzeige

Wie am Hamburger Baumwall zu hören ist, hat die Österreicherin, die vor ihrem Wechsel im Mai 2013 Vize-Chefin beim Wiener Standard war, ihre Kündigung nach dem Rauswurf von Stern-Chefredakteur Dominik Wichmann eingereicht. Dass sie mit der Demission von Wichmann nicht einverstanden war, darf man getrost annehmen – er hatte sie schließlich auch geholt.

Wichmanns Rauswurf kommentierte Zielina am selben Tag so:

Was vielleicht auch eine Rolle gespielt haben könnte ist die Tatsache, dass es sich mit dem geplanten großen Relaunch von stern.de ziemlich lange zog. Wo es im Hintergrund hakte und ob die digitale Strategie des stern zuletzt für den Verlag noch Priorität hatte, ist unsicher. Fest steht nur, dass Zielina im Haus und bei den Kollegen gut ankam und auch nach außen für frischen Wind gesorgt hat. Dafür sprechen auch Tweets wie diese hier von Kollegen aus Print- und Online-Redaktion:

Zurzeit ist Zielina offenbar im Urlaub – auf eine schriftliche Anfrage von MEEDIA kam nur eine Abwesenheitsmeldung zurück. Nun wird ihr Abgang in ihrer Abwesenheit verkündet. Wohin es Zielina nun zieht, ist unklar. 

Ihr Nachfolger wird der bisherige Online-Chef von Gala, Philipp Jessen. Dies teilte G+J am Freitagvormittag per Pressemitteilung mit. Das passt, schließlich kommt der neue stern-Chefredakteur Christian Krug ebenfalls von Gala. Auch wenn man bei G+J nun offiziell davon spricht, man stelle die stern-Spitze neu auf und Zielina verlasse das Haus „aus persönlichen Gründen“ – nach dem unwürdigen Rauswurf von Wichmann darf die Personalie Zielina als kleine Ohrfeige für die Manager vom Baumwall gewertet werden. Oder, um es mit dpa-infocom-Chef Meinolf Ellers zu sagen:

Anzeige