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Nielsen: Werbemarkt im ersten Quartal über Vorjahr

Auch im März lagen die Brutto-Werbeumsätze der deutschen Medien über dem Vergleichsmonat des Vorjahres. Vor allem das Fernsehen verbesserte sich, aber auch Radio, Kino und Out-Of-Home verbesserten sich leicht. Die Print-Medien konnten die Zahlen aus dem März 2013 hingegen nicht erreichen. Im Gesamtquartal legte der Werbemarkt damit um 2,9% zu.

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Fast 6,3 Mrd. Euro setzten die von Nielsen erfassten Medien in den Monaten Januar bis März brutto mit Werbung um – ein Plus von 2,9%. Der März trug allein 2,5 Mrd. zu diesem Gesamtergebnis bei und lag damit ebenfalls mehr als 2% über dem Vorjahr.

Top-Werbemedium in Deutschland bleibt laut Nielsen natürlich weiterhin das Fernsehen, das mit 2,67 Mrd. Euro sogar 6,5% gegenüber dem ersten Quartal 2013 zulegen konnte. Auch das Internet wächst weiter – wenn auch mit 2,9% deutlich schwächer als in der Vergangenheit. Mobile Werbung, die erst für 21,7 Mio. Euro verantwortlich ist, steigerte sich um 24,2%. Minimal über den Vorjahreswerten liegen auch das Kino und die Out-of-Home-Werbung.

Die Print-Medien müssen hingegen weiter mit einem schrumpfenden Brutto-Umsatz leben: Die Publikumszeitschriften kamen dabei mit einem Minus von 0,3% noch glimpflich davon, die Fachzeitschriften und die Zeitungen verloren 1,7% und 1,8% ihrer Vorjahreswerte:

Mediengruppe März
TEUR
2014
Kum.* TEUR
2013
Kum.* TEUR
2014
Kum.*
Anteile In %
2014
2013
+/- %
ABOVE-THE-LINE-MEDIEN 2.498.996 6.286.775 6.111.404 100,0 2,9
FACHZEITSCHRIFTEN 36.713 101.050 102.806 1,6 -1,7
FERNSEHEN 1.206.992 2.849.237 2.674.835 45,3 6,5
KINO 9.075 21.409 21.265 0,3 0,7
OUT OF HOME 137.658 328.106 327.404 5,2 0,2
PUBLIKUMSZEITSCHRIFTEN 289.511 799.357 801.851 12,7 -0,3
RADIO 147.698 387.631 388.221 6,2 -0,2
ZEITUNGEN 408.807 1.087.597 1.107.148 17,3 -1,8
INTERNET 252.326 685.449 666.180 10,9 2,9
MOBILE 10.215 26.938 21.693 0,4 24,2

* kum. = kumuliert, Daten addiert von Januar bis aktueller Monat des angegebenen Jahres

[Quelle: Nielsen]

Wie immer muss bei den Nielsen-Auswertungen einschränkend hinzugesagt werden, dass es sich um Brutto-Zahlen handelt. Eigenwerbung und Anzeigen aus Gegengeschäften werden dort als voll bezahlte Reklame gewertet – auch wenn letztlich kein Geld geflossen ist. Die Zahlen geben also keine Auskunft über tatsächliche Umsätze, dienen aber als solide Kennzahl für die Entwicklung innerhalb von Märkten und Branchen.

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