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Diese Billig-Drohne dreht wackelfreie Luftaufnahmen in Filmqualität

Nach einer schnellen, kurzen Hype-Phase war es still geworden um den Drohnen-Journalismus. Das dürfte sich jetzt ändern. Denn DJI, Hersteller von Fluggeräten, hat die Phantom 2 Vision+ auf den Markt gebracht. Zum Mini-Preis garantiert die Drohne hochauflösende Luftaufnahmen ohne Verwackler.

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Die AR Drone von Parrot hat die Fluggeräte salonfähig gemacht. Plötzlich war es ein Leichtes, die Drohnen mit ihren vier Rotoren in der Luft zu halten. Das Smartphone als Fernsteuerung macht’s möglich. Doch wer mit der integrierten Kamera Bilder schießen oder Videos drehen wollte, der bekam verwackelte, unscharfe Aufnahmen präsentiert. Um hochwertige Videos zu drehen, musste es dann schon ein Modell im vier- bis fünfstelligen Preisbereich sein. Dazu noch eine Spiegelreflexkamera und ein Visor, um als Pilot auf dem Boden einen Blick auf das Bild in der Luft zu haben. Doch selbst bei Investitionen, die schnell in die Zehntausende gehen können, war kein wackelfreies Bild garantiert.

DJI hat sich dieses Mankos angenommen und ein System entwickelt, das unter der Drohne angebracht ist und die angedockte Kamera in drei Achsen stabilisiert. Weil die Steuerung GPS-unterstützt ist, kann die Phantom 2 Vision+ zudem präzise die Position beibehalten – Wind und Wetter zum Trotz.

Im Werbevideo zeigt der Hersteller eindrucksvoll, wie ruhig sich Aufnahmen damit gestalten lassen. Gut gemacht: An die blütenweiße Fernsteuerung lässt sich ein iPhone clippen, mit dem der Nutzer das Livebild der Drohnenkamera angezeigt bekommt. “Live” dürfte in diesem Fall allerdings relativ sein. Denn mit zunehmendem Abstand nimmt auch die Signalstärke und damit die Übertragungsrate für die Videodaten ab.

Consumer-Produkt mit Profi-Features

Dennoch: Als “Pilot” hat man so eine Kontrolle über das Bild. Apropos Bild: Videos nimmt die Phantom 2 Vision+ in 720p mit 60 Bildern und in 1080p mit 30 Bildern pro Sekunde auf. Fotos landen mit einer Auflösung von 14 Megapixeln auf der vier Gigabyte großen SD-Karte. Zudem unterstützt das Fluggerät noch die Adobe Lense Profile. Dadurch lassen sich gekrümmte Horizonte bei extremen Panoramaaufnahmen begradigen.

Phantom 2 Vision+

Gesteuert werden die diversen Aufnahmemodi sowie die Bildqualität, ISO und der Weißabgleich über die Kamera-App auf dem iPhone. Gut gemacht: Die Bilder lassen sich direkt von der Drohne über die App in den Social Networks teilen. Und hat der Nutzer einmal den Überblick verloren, wo die Drohne sich denn befindet, dann kehrt sie nach maximal 25 Minuten zum Startpunkt zurück.

Dafür verlangt der Hersteller 1.099 Euro. Was für den Privatanwender eine große Anschaffung bedeuten würde, könnte die Filmproduktion revolutionieren. Örtlichkeiten ließen sich ohne großen Aufwand auf Drehtauglichkeit auskundschaften. Aufnahmen mit mehreren Kameras in der Luft wären mit geringen Investitionskosten zu realisieren.

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