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Mysteriöser Posting-Schwund: Wendlers digitales Dschungel-Harakiri

Zu Beginn dieser Staffel bestand kurz die Gefahr, dass Michael Wendler nach dem Dschungelcamp sympathischer wirken könnte als vorher. Diese Gefahr ist seit seinem unrühmlichen Auszug gebannt.

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Nachdem seine Pläne, in die Show zurückzukehren, nach ein paar saftigen Steaks und Sonnenstunden am Pool scheiterten, will der Wendler das Kapitel Dschungel nun offenbar schnell vergessen. Auf seiner Facebook-Seite wurden die Beiträge, die während seines Camp-Aufenthalts entstanden, gelöscht.

Was zu Beginn wirkte wie ein PR-Feuerwerk („… zeigen, wer der Wendler wirklich ist …“, neues Album auf den Markt werfen, usw.), endete in einem jämmerlichen Auszug. Schon auf der Rückfahrt ins Hotel verspielte der Wendler letzte Sympathiepunkte mit Sprüchen wie „Ich wäre ganz sicher Dschungelkönig geworden“ und einem dekadenten Abendessen im Champagner-Suff. Mit der Idee, danach einfach wieder in den Dschungel einzuziehen, schoss der Wendler den Vogel ab.

Nun geht er offenbar daran, die Spuren zu verwischen. Während seiner Zeit im Dschungel postete Wendlers Begleiter Frank Neuenfels (das ist der Mann, der dem Wendler nach seiner Rückkehr erklärte, wie sehr ihn die Nation liebe) täglich Videos für die rund 88.000 Facebook-Fans des Sängers. Dabei warb er für den Wendler im Dschungel oder lästerte gegen andere Kandidaten – wie beispielsweise die vollbusige Melanie. Diese Beiträge wurden nach seinem Auszug kommentarlos gelöscht. Lediglich die Beiträge, die vor dem Einzug ins Camp datieren, sind noch online.

Auf Nachfrage bei seinem Manager Markus Krampe erklärte dieser, dass er keine Erklärung für das Verschwinden der Postings habe und bis dato auch nichts davon mitbekommen habe. Krampe verwies an Wendlers Plattenfirma Sony Ariola, die die Seite ebenfalls betreut. Dort zeigt man sich verwirrt. Mit den Postings, die der Wendler oder in diesem Fall sein Begleiter online gestellt hat, habe man nichts zu tun. Man überwache vor allem das Geschehen auf der Seite. Eine letzte Möglichkeit besteht darin, dass Wendler oder sein Begleiter die Postings selbst entfernt haben. Dazu sagt das Management bisher nichts.

Die Peinlichkeit seines Dschungel-Auftritts wird Wendler wohl so schnell nicht wieder los.. Noch immer lacht die Nation über seinen haarsträubenden Plan, zurück ins Camp zu wollen. Wendler-Manager Krampe behauptet, es habe ernsthafte Verhandlungen über einen Wiedereinzug mit RTL gegeben. „RTL hatte ein großes Eigeninteresse am Wiedereinzug von Michael Wendler“, so Krampe gegenüber MEEDIA. „Man kann von Michael denken, was man will. Aber für gute Quoten hätte er garantiert gesorgt.“ Die Pläne seien letztlich nur gescheitert, weil sich der britische Lizenzgeber ITV quergestellt habe.

Der Kölner Sender streitet das entschieden ab. „Die kursierenden Gerüchte über Verhandlungen über einen Wiedereinzug ins Dschungelcamp sind völlig aus der Luft gegriffen, weil es zu keinem Zeitpunkt Überlegungen dazu  gab. Ebenso wenig gab es Gespräche mit dem Lizenzgeber aus Großbritannien. Wir können doch keinen Kandidaten, der sich einen Tag im Hotel den Bauch vollschlägt und ausschläft wieder ausgeruht und satt ins Camp zu den anderen schicken. Das wäre absurd“, so ein RTL-Sprecher. Und weiter: „Die höchste Einschaltquote dieser Staffel hatten wir gestern. Da war der Wendler schon nicht mehr im Camp. Die Sendung hat einfach klare Regeln. Man würde sich sonst bei den Dschungel-Kandidaten und den Zuschauern unglaubwürdig machen.“

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