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“Millionärswahl”-Finale nur noch im Web

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Es ist das unrühmliche Ende eines TV-Flops. ProSieben wird das "Millionärswahl"-Finale am Samstag noch nicht einmal mehr im Fernsehen übertragen, sondern nur noch im Internet. Nach vernichtenden Kritiken und miserablen Quoten wurde die Show bereits auf zwei Rest-Ausgaben gekürzt. Das Finale sollte am kommenden Samstag um 22.30 Uhr laufen.

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Ursprünglich geplant waren insgesamt acht Live-Shows, die im Wechsel von ProSieben und Sat.1 übertragen werden sollten. Nach der quotenmäßig bereits verkorksten Premiere, schlechten Kritiken und einem veritablen Shitstorm wegen des abstrusen Abstimmungsverfahrens, änderten die Sender zunächst die Modalitäten, mit denen für die Kandidaten, die sich mit diversen Projekten via Internet beworben hatten, abgestimmt werden konnte. Nachdem die zweite Sendung dann noch schlechtere Quoten einfuhr, zog ProSiebenSat.1 die Reißleineverkürzte die Show und verschob sie auf einen späteren Sendeplatz.

Die eigentlich ausstehenden sechs Ausgaben wurden auf zwei zusammengestrichen, davon nur noch eine Live-Show. In der anderen Sendung wurden die restlichen Kandidaten im Schnelldurchlauf als Einspieler gezeigt. Diese Ausgabe geriet am vergangenen Samstag endgültig zum Quoten-Witz. So hatte selbst der Minisender DMAX mit einigen Formaten mehr junge Zuschauer. Bei den 14- bis 49-Jährigen belegte die “Millionärswahl” Platz 146 der Tages-Charts, insgesamt den sage und schreibe 256. Rang. Ab 22.45 Uhr sahen bei ProSieben ganze 310.000 Leute zu, darunter 210.000 14- bis 49-Jährige. Die Marktanteile lagen bei 1,9% und 3,0%. Ein Fiasko.

Nun hat man sich bei ProSieben entschlossen, das Quotengift “Millionärswahl” endgültig aus dem TV zu nehmen. Statt um 22.30 Uhr live im TV, soll das Finale nach MEEDIA-Infos aus Produktionskreisen nun am kommenden Samstag ab 20.15 Uhr live bei connect.prosieben.de und millionaerswahl.de gestreamt werden. Da macht man sich dann wenigstens keine TV-Marktanteile mehr kaputt.

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Update: ProSieben hat die Meldung über die Abschiebung der “Millionärswahl” ins Netz mittlerweile via Twitter bestätigt.

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