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Apples subtile Retourkutsche gegen Nest

Nest-Thermostat: Edel, hilfreich und gut
Nest-Thermostat

Dass es manchmal auch in den Apple-Veteranen brodelt, bewies am Wochenende einmal mehr der durchaus emotionale Marketingchef Phil Schiller. Schließlich kommen auch nonverbale Botschaften an. Phil Schiller entfolgt seinen früheren Kollegen, nachdem bekannt wurde, dass der Thermostat-Hersteller von Google übernommen wurde.

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Um große Botschaften in eigener Sache ist Apple bekanntlich nie verlegen. Immer, aber auch wirklich immer, wenn der wertvollste Konzern etwas zu präsentieren hat, macht es Cupertino nicht unter Superlativen. Selbstverständlich “die besten Produkte” werden von Apple vorgestellt, die nicht weniger als “erstaunlich, unglaublich, wirklich klasse, wirklich bemerkenswert, sehr cool und einfach nicht unfassbar” wären, schließlich ist ihr CEO  auch “laserscharf” fokussiert.

Keine Frage: Wenn Apple etwas zu sagen hat, dann mit Schmackes. Und wenn nicht, dann hallt die Leere oft wochenlang nach, selbst wenn die Gerüchte um Zuliefererketten noch so absurd sein mögen.

Apple-Urgestein Phil Schiller ist für seine Trashtalks bekannt

So weit die berechenbare Rhetorik-Lehre von Cupertino. Selten, sehr selten weicht Apples Führungsebene von dem bekannten Muster ab. Der Mann fürs Grobe, der sich auch mal die Konkurrenz frontal vorknöpft, ist dabei schnell ausgemacht: Es ist Apple-Urgestein Phil Schiller, der mit der Rückkehr von Steve Jobs 1997 ebenfalls zu Apple stieß. Schiller entfährt schon mal ein Kraftausdruck auf der Bühne wie “my ass”, wenn es darum geht, die Kritik richtigzustellen, Apple hätte keine Innovationen mehr vorzuweisen.

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Schiller entfolgt Nest und Tony Fadell

Dass Schiller aber auch die leisen, die ganz leisen Töne kann, ist ein Novum, das erst an diesem Wochenende bekannt wurde. Passiert ist dies: Schiller zeigte auf Googles überraschende Übernahme des Themostat- und Rauchmelder-Herstellers Nest doch noch eine Reaktion – und zwar via Twitter.

Börse Worte? Eine Directmessage? Nichts dergleichen! Der 53-Jährige teilte sich wortlos mit zwei einfachen Klicks auf seinem Mac mit – er verkleinerte seine Followerliste um seine nicht ganz unbekannten Accounts: @fadell und @nest.

In anderen Worten: Die Übernahme hat Apples Marketingchef also doch nicht ganz unbeeindruckt gelassen. Keine besonders souveräne Reaktion von einem Mitglied von Apples Führungsteam – aber eine menschliche …

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