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Verlagsgruppe Weltbild ist offiziell pleite

Jetzt ist es amtlich: Die Verlagsgruppe Weltbild hat am Freitag die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Augsburg beantragt. Das teilte das Unternehmen mit. Grund sei der starke Umsatzrückgang des ersten Halbjahres im Geschäftsjahr 2013/2014. Die katholische Kirche will als Eigentümer das defizitäre Unternehmen zudem nicht länger finanzieren. Nicht von der Insolvenz betroffen sind die rund 300 Filialen der Verlagsgruppe sowie die Gesellschaften in Österreich und der Schweiz.

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"Gestern hat sich entgegen der Erwartung der Geschäftsführung herausgestellt, dass die notwendige Finanzierung nicht zur Verfügung stehen wird", heißt es in der Mitteilung. "Aus diesem Grunde und dem damit verbundenen Wegfall der Fortführungsprognose war zum Bedauern der Geschäftsführung eine unverzügliche Antragstellung unausweichlich."
Ein Grund für die Pleite der Verlagsgruppe ist die Konkurrenz von Amazon sowie die schleppende Umstellung auf ein neues Geschäftsmodell. Auch von den 300 Laden-Geschäften, die weiterhin bestehen bleiben sollen, würden viele Filialen rote Zahlen schreiben. Der Umsatz der Verlagsgruppe lag laut Handelsblatt 2012 bei knapp 1,6 Milliarden Euro.
Bereits im September wurden Gerüchte über ein mögliches Aus der Verlagsgruppe laut. Damals erklärte Weltbild allerdings, dass der Fortbestand des Unternehmens in keiner Weise gefährdet sei. Wie viele von den rund 6.300 Mitarbeitern von der Insolvenz betroffen sind, ist zu diesem Zeitpunkt noch unklar. Der Geschäftsbetrieb soll in Abstimmung mit dem vom Gericht bestellten vorläufigen Insolvenzverwalter fortgeführt werden.

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