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TV-Hersteller Loewe beantragt Schutzschirmverfahren

Seit Jahren kämpft der deutsche Fernsehbauer Loewe mit sinkenden Umsätzen. Nun hat das Traditionsunternehmen ein Schutzschirmverfahren beantragt. Damit will sich der schwer angeschlagene Konzern vor Zwangsmaßnahmen schützen.

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Das Unternehmen reichte am Dienstag einen Antrag beim Amtsgericht Coburg auf Einleitung eines Schutzschirmverfahrens für die Loewe AG und ihre Tochtergesellschaft Loewe Opta GmbH ein. Zuletzt verkündete der Fernsehbauer, dass mehr als die Hälfte des Grundkapitals aufgebraucht sei. Der Aktienkurs sackte daraufhin um 27 Prozent auf zeitweise 1,45 Euro ab. Besonders Samsung und LG setzen dem Anbieter von hochpreisigen Fernsehgeräten mit preiswerter Ware aus Fernost zu.
Während eines Schutzschirmverfahrens hat das Unternehmen noch mehr Freiheiten als bei einer Insolvenz. Im Gegensatz zu einem Insolvenzverfahren läuft das Schutzschirmverfahren vor dem Erreichen einer Insolvenz an. In diesem Fall kann in diesem Fall selbst einen Sachverwalter auswählen.
Zusätzlich zum hohen Konkurrenzdruck ist der Markt für TV-Geräte rückläufig. Durchschnittlich neun Millionen Geräte sollen laut der Gesellschaft für Unterhaltungselektronik in 2013 verkauft werden. Im Vorjahr waren es noch 96 Millionen Fernseher. So musste in der Fertigung 20 Prozent der Mitarbeiter bereits gehen, die restlichen Angestellten verzichten auf Teile ihres Lohns.
Ob Loewe eine Insolvenz wird abwenden können, ist unklar. Geplant ist eine breitere Produktpalette und ein stärkerer Fokus auf den asiatischen Markt.

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