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Endgültig: Medaillenziele müssen öffentlich sein

Der Rechtsstreit ist vorbei, das Oberverwaltungsgericht hat entschieden: Die Medaillenvorgaben des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) und des Innenministeriums müssen öffentlich sein. Die Beschwerden, die das Ministerium und der DOSB nach der erzwungenen Offenlegung der Vorgaben gegen Ende der Olympischen Spiele eingereicht haben, wurden vom Gericht zurückgewiesen. Der Beschluss ist unanfechtbar, die Verfahrenskosten tragen Innenministerium und DOSB.

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Damit geht eine mehrmonatige gerichtliche Auseinandersetzung zu Ende. Die beiden Journalisten Daniel Drepper und Niklas Schenck hatten die Offenlegung der Medaillenvorgaben für die Olympischen Spiele erstritten und darüber in der WAZ berichtet. In sogenannten Zielvereinbarungen legt der DOSB mit den jeweiligen Fachverbänden unter anderem Medaillenziele fest, welche entscheidenden Einfluss auf die Vergabe von Fördergeldern haben.
Die Entscheidung des Gerichts wird aller Voraussicht nach auf Folgen für die kommenden Spiele haben: "Damit müssen auch die Vorgaben veröffentlicht werden, die in den kommenden Monaten für die Olympischen Sommerspiele in Rio 2016 festgelegt werden", schreiben Drepper und Schenck im WAZ-Rechercheblog.
Die Auseinandersetzung geht für die beiden Journalisten jedoch an anderer Stelle weiter: "Nach dem Landespressegesetz konnten wir aber lediglich die geforderte Zahl der Medaillen sehen, aber nicht die gesamten Original-Dokumente. Deshalb hatten wir vor mehr als einem Jahr Akteneinsicht nach dem Informationsfreiheitsgesetz beantragt. Diese zieht sich noch immer", schreiben sie.

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