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ZDF-Team von Polizei in Weißrussland festgenommen

Im Rahmen der Berichterstattung der weißrussischen Opposition sind am Dienstag mehrere Journalisten vorübergehend festgenommen worden, darunter ein Kamerateam des ZDF und zwei Fotografen der Nachrichtenagenturen AFP und AP. Das berichtet Reporter ohne Grenzen. Die Journalisten befinden sich mittlerweile wieder auf freiem Fuß.

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"Die Zensur des Regimes vor der Parlamentswahl hat damit einen neuen Höhepunkt erreicht", kritisiert Reporter ohne Grenzen (ROG) in Berlin. Bei der Protestaktion am Dienstag hatten Aktivisten der Jugendorganisation Zmena zu einem Boykott der Wahlen am Sonntag aufgerufen.

Unbekannte in Zivil unterbrachen laut ROG die Veranstaltung und nahmen die anwesenden Journalisten fest: neben den russischen ZDF-Mitarbeitern Dmitri Rudakow und Alexej Akulow und den Fotografen Sergej Grits (AP) und Wasili Fedosenko (Reuters) auch mehrere belarussische Kollegen, unter anderem den Kameramann der unabhängigen Nachrichtenagentur BelaPAN, Pawel Podobed. 
Fotograf Grits wurde bei der Festnahme am Auge verletzt. "Wir wurden mit Gewalt in einen Bus gezerrt", zitiert ROG die belarussische Zeitung Nascha Niwa. Die unbekannten Störer der Aktion hätten sich geweigert sich auszuweisen und den Journalisten Kameras und Mobiltelefone abgenommen. Nach mehreren Stunden in einer Minsker Polizeistation seien die Reporter freigelassen worden und erhielten ihre Ausrüstung zurück. Die Aufnahmen der Protestaktion seien allerdings gelöscht worden.

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