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Neckermann im Web: “Insolvent. Na und?”

Der Versandhändler Neckermann hat derzeit mit allerlei Problemen zu kämpfen: Das Unternehmen ist insolvent, Massenentlassungen sind nicht auszuschließen, ein Käufer ist vorerst nicht in Sicht. Als wäre das nicht schon genug, hatte man mit einem Paketstau zu kämpfen, der wohl viele Kunden verärgerte. Als Dankeschön für die Geduld preist das Unternehmen Treue-Angebote im Web mit einer guten Portion Galgenhumor an: "Insolvent. Na und? Sie wollen schließlich kein Geld bei uns bestellen, sondern Ware."

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“Humor ist, wenn man trotzdem lacht” mag man angesichts solcher Sprüche im Neckermann-Onlineshop denken. Der Grund für die ungewöhnliche Aktion lässt sich in einer jüngst verschickten Pressemitteilung nachlesen. Dort heißt es am 26. Juli: “Der drohende Zusammenbruch des Betriebes bei Neckermann ist erfolgreich verhindert worden; Neckermann ist vorerst stabilisiert.” 

Nach intensiven Verhandlungen mit Hauptgläubigern, der Bundesagentur für Arbeit und den Lieferanten sei der Betrieb und der Ein- und Verkauf der Waren vorerst gesichert. Die Waren würden verschickt, der entstandene Auslieferungsstau sei in den nächsten Tagen abgearbeitet.

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Ferner bat man Lieferanten und Kunden um Hilfe. "In einer sogenannten ‘Treuelinie’ werden ab Samstag zu dem Neckermann-typischen Preis-Leistungs-Verhältnis besondere ‘Treueangebote’ wie zum Beispiel Waschmaschinen, Kühlschränke, Trockner und Fernseher angeboten", heißt es in der Mitteilung weiter. Auf der Webseite zeigt sich das Unternehmen derweil gespielt solidarisch mit Pleitegeiern und fragt: “Sie haben momentan wenig Geld in der Kasse? Wir wissen, wie sich das anfühlt.”

Damit mag Neckermann durchaus Recht haben. Nach der Stabilisierung ist für den Insolvenzverwalter die nächste Herausforderung, einen Investor zu finden, der gesunde Kernbereiche übernehmen könnte. Nach eigenen Angaben gab es offenbar Gespräche mit Interessenten. Bis zum jetzigen Zeitpunkt wollte sich das Unternehmen zur Sache nicht äußern.

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