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MDR-Chefin Wille plant Jugendkanal

Die Zielgruppen fangen an, sich zu vermischen. Während ProSiebenSat.1 ernsthaft darüber nachdenkt, mit einem Sender für Best-Ager im Revier der Öffentlich-Rechtlichen zu wildern, wollen ARD/ZDF immer näher an die junge Zielgruppe ran. Nach dem Start von ZDFneo und dem Umbau von Eins Plus plant nun auch die MDR-Intendantin Karola Wille einen trimedialen Jugendkanal. Medienpolitisch unterstützt wird sie dabei vom SWR und BR.

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"Wir wollen den Privaten nicht das junge Publikum überlassen. Ein Jugendkanal könnte ein Weg sein, die Lücke zwischen Kinderkanal und unseren anderen Kanälen zu schließen", sagte Wille dem Handelsblatt. Die Chancen auf einen neuen Sender stehen allerdings nicht sonderlich gut. Gerade erst hatte Sachsen den Verzicht einiger öffentlichen-rechtlicher Digital-Kanäle gefordert.
Nach den Vorstellungen der MDR-Chefin soll der neue Kanal als Fernsehsender, als Radiokanal und mit großer Webpräsenz an den Start gehen.
"Junge Gebührenzahler dürfen sich nicht noch mehr vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk entfernen", sagte Wille dem Handelsblatt. "Gerade angesichts der Einführung des neuen Beitragsmodells brauchen wir die Diskussion, wie wir Angebote für die ganze Gesellschaft machen können."

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