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Cicero bekommt neuen Chefredakteur

Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung bekommt das politische Debattenmagazin Cicero im Sommer einen neuen Chefredakteur. Demnach soll Christoph Schwennicke den Chefredakteur Michael Naumann ablösen. Vom Schweizer Ringier Verlag, in dem Cicero erscheint, gab es bislang noch keine Bestätigung für die Personalie. Doch Spiegel-Redakteur Schwennicke ist offenbar gesetzt. Der frühere Kulturstaatsminister Naumann übernahm Cicero 2010 als Nachfolger von Gründungschefredakteur Wolfram Weimer.

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Weimers Ära als Focus-Chefredakteur und Nachfolger von Helmut Markwort dauerte bekanntlich noch nicht einmal ein Jahr. Nun scheint es, als ob seine Nachfolge bei Cicero auch nicht allzu lange Bestand haben wird. Der Wechsel vom 70-jährigen Naumann zum 45-jährigen Schwennicke wäre der zweite Chefredakteurswechsel innerhalb von zwei Jahren. Es wäre aber auch ein Generationswechsel an der Spitze des Debattenmagazins, das sich mit einer Auflage von rund 80.000 Exemplaren in seiner Nische etabliert hat. Offenbar war Naumann nur ein Mann für den Übergang.

Schwennicke ist Absolvent der Deutschen Journalisten Schule in München. Er war u.a. bei der Badischen Zeitung, stieg später zum Leiter der Parlamentsredaktion der Süddeutschen Zeitung in Berlin auf. Seit 2007 arbeitet er im Hauptstadtbüro des Spiegel. Christoph Schwennicke wurde bereits mit dem Theodor-Wolff-Preis und dem Medienpreis Politik des Deutschen Bundestages ausgezeichnet.

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Zuletzt galt der Spiegel-Mann, bis vor kurzem Stellvertreter des Berliner Büroleiters Dirk Kurbjuweit, als einer der Favoriten für dessen Nachfolge. Doch der Job ging an Konstantin von Hammerstein und der Vizeposten an René Pfister. Offenbar auch ein Grund für Schwennicke, sich nach Alternativen umzuschauen.

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