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Possehl übernimmt zwei Manroland-Werke

Die Lübecker Possehl-Gruppe erhält den Zuschlag für den insolventen Druckmaschinenhersteller Manroland. Dafür soll das Unternehmen in drei Teile zerschlagen werden und es droht ein massiver Stellenabbau - 2.200 Arbeitsplätze werden laut ARD-Informationen gestrichen. Ein zweiter Bieter, der US-Investor Platinum Equity, ist hingegen leer ausgegangen. Dafür könnte sich nun laut Medienberichten ein chinesischer Investor am Offenbacher Werk beteiligen.

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"Manroland ist inzwischen kein Großkonzern mehr, hat aber unglücklicherweise die Strukturen eines Großkonzerns beibehalten", so Insolvenzverwalter Werner Schneider am Mittwoch, nachdem er den neuen Investor für Manroland vorgestellt hatte. Die Lübecker Possehl-Gruppe wird die beiden Werke in Augsburg und Plauen übernehmen. Zunächst hatte Possehl nur für den Standort Augsburg geboten, wo Rolldruckmaschinen produziert werden. Jetzt hat der Konzern aber auch die Unterstützung für den Standort Plauen zugesagt.
Das Werk in Offenbach wird jedoch aus dem Konzern herausgetrennt. Wie das Handelsblatt meldet, soll der Standort durch ein Management-Buy-Out gemeinsam mit einem chinesischen Investor saniert werden. Seit längerer Zeit geht das Gerücht um, dass es sich bei dem chinesischen Investor um Shanghai Electric handeln soll, was Schneider jedoch nicht bestätigen wollte.
Die Zerschlagung von Manroland bring einen drastischen Stellenabbau mit sich. Bevor der weltweit zweitgrößte Druckmaschinenhersteller Insolvenz angemeldet hatte waren 6.000 Menschen in den drei deutschen Werken beschäftigt. Laut FAZ sollen in Augsburg 1.500 Stellen bestehen bleiben, in Offenbach 750 und in Plauen 290.

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