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Microsofts pietätloser Amy Winehouse-Tweet

Auch mit Toten lässt sich viel Geld verdienen: Mit einem Verweis auf seinen Online-Musikladen "Zune" twitterte Microsoft über einen PR-Account für ihre Xbox: "Gedenke Amy Winehouse, indem Du das bahnbrechende Album 'Back to Black' herunterlädst." Die Folge war ein Sturm der Entrüstung. "Völlig geschmacklos" oder "Microsoft versagt bei Social Media" urteilten die Twitter-Nutzer. Nach gut einer Stunde reagierte der Softwareriese schließlich mit einer Entschuldigung.

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"Wir entschuldigen uns bei allen, denen unser vorheriger Amy-Winehouse-Tweet rein geschäftlich motiviert erschien", schreibt der Konzern als Reaktion auf seinen pietätlose Download-Aufruf. Dies sei gewiss nicht der Fall gewesen. Einen weiteren bedauernden Tweet schickte Microsoft direkt hinterher: "Mit Amy Ws Ableben, hat die Welt ein großes Talent verloren. Unsere Gedanken sind bei Amys Familie und Freunden in dieser traurigen Zeit."

Die Twitter-Gemeinde reagiert gemischt auf das Bedauern des Unternehmens. Während einige schreiben, man solle sie nicht "für dumm verkaufen", wird Microsoft von anderen verteidigt, dass man sich für das Empfehlen guter Musik nicht entschuldigen müsse.

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Microsoft ist nicht das einzige Unternehmen, das versucht Kapital aus dem Tod der Soulsängerin zu schlagen. Auch Apple wirbt mit einem Bild der Sängerin auf der Starseite seines iTunes-Stores mit der dazugehörigen Zeile: "In Gedenken an Amy Winehouse". Die ersten drei Plätze der iTunes-Charts werden derzeit von Alben der britischen Künstlerin belegt, die am vergangenen Samstag tot in ihrer Londoner Wohnung gefunden wurde.

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