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Urteil: fünf Jahre Haft für Kika-Mitarbeiter

Das Landgericht Erfurt hat den Ex-Herstellungsleiter des Kika wegen Bestechlichkeit und Untreue zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Der 44-Jährige hatte zu Beginn des Prozesses gestanden, den Gemeinschaftssender von ARD und ZDF mit Scheinrechnungen in Höhe von 8,2 Millionen Euro betrogen zu haben. Laut Spiegel bleiben die Vorwürfe aber bestehen, dass auch interne Kontrollen beim Kika versagt hätten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wird noch gegen weitere Personen und Firmen ermittelt.

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Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor für eine höhere Haftstrafe plädiert: sechs Jahre und acht Monate sollte der ehemalige Kika-Mitarbeiter ins Gefängnis. Die Verteidigung plädierte wegen der Spielsucht des Angeklagten auf vermindert schuldfähig und eine Haftstrafe von dreieinhalb Jahren wegen Untreue.
Laut Verteidigerin Doris Dierbach treffe der Vorwurf der Bestechlichkeit im Fall ihres Mandanten nicht zu. Die internen Kontrolldefizite des für den Kika zuständigen MDR und die vernachlässigte Aufsichtspflicht der Erfurter Spielbank müssten strafmildernd berücksichtigt werden. Der Umstand, dass ihr Mandant über Jahre unbemerkt Geld abzweigen konnte, sei ein Ansehensverlust für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
Steffen Kottkamp, Kika-Geschäftsführer, sagte laut Sueddeutsche.de, dass mit dem Urteil ein wichtiger Schritt zur Aufarbeitung des Skandals getan sei.

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