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ARD-Räte wollen Lierhaus absetzen

450.000 Euro sind offenbar doch zu viel. Nachdem es etliche Abokündigungen bei der Fernsehlotterie "Ein Platz an der Sonne" gegeben hat, empören sich nun auch Mitglieder des obersten Aufsichtsgremiums der ARD darüber, berichtet Der Spiegel. Sie empfehlen, die Moderatorin Monica Lierhaus als Werbebotschafterin auszuwechseln. Ziel müsse es sein, „ein ebenso bekanntes Gesicht zu finden, das sich ohne Gage für diese Werbung zur Verfügung stellt“, zitiert das Nachrichtenmagazin aus einem MDR-Protokoll.

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Die ARD war für das Engagement der früheren "Sportschau"-Moderatorin Lierhaus heftig in die Kritik geraten. Bei vielen Abonnenten der Fernsehlotterie sorgte die hohe Gage für Frust. "Wir verzeichnen eine Mehrzahl an Kündigungen", sagte Mario Czipull, Sprecher der Organisation, im Februar. Er bestätigte, dass viele Abonnenten ihren Rückzug mit "den Beträgen begründen, die in der Öffentlichkeit diskutiert werden".
Für "Ein Platz an der Sonne" ist Lierhaus dienstags und donnerstags in der Reklame im Ersten zu sehen sein. Zudem moderiert sie die Sendung seit Mitte Mai. Der Chef der ARD-Fernsehlotterie, Christian Kipper, sieht durch die Debatte um das Honorar des neuen Werbestars das Image seiner Lotterie und das der ARD beschädigt.
Die 41-jährige Lierhaus wurde Anfang 2009 wegen eines Aneurysmas, einer Gefäßmissbildung im Gehirn, operiert. Daraufhin zog sie sich für rund zwei Jahre aus dem öffentlichen Leben zurück. Nach Monaten in einem künstlichen Koma musste sie alles neu erlernen. Anfang Februar feierte sie ihr Comeback bei der 46. Verleihung der Goldenen Kamera in Berlin.

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