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Privatsender fürchten ARD-Fußball-Monopol

Die "umfassenden Sportrechteeinkäufe von ARD und ZDF" gehen dem Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) zu weit. Verbandspräsident Jürgen Doetz warnt vor einem "gebührenfinanzierten Monopol" auf die Fußballberichterstattung im deutschen Fernsehen. Seiner Meinung nach "haben ARD und ZDF bei ihrer Shoppingtour die medienpolitische Vernunft und ein dem Gebührenzahler geschuldetes finanzielles Augenmaß völlig ausgeblendet". Der VPRT schließt rechtliche Schritte nicht aus.

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Sollten die Aufsichtsgremien "diesem Treiben" tatenlos zuschauen und nicht korrigierend eingreifen, wird der VPRT als Interessenvertretung der privaten Rundfunksender in Deutschland die Einleitung rechtlicher Schritte auf nationaler und europäischer Ebene prüfen.
Bereits in dem Erwerb der Championsleague-Rechte für rund 54 Millionen Euro durch das ZDF sieht der Verband einen Verstoß gegen die Untersagung von gebührenfinanzierter Wettbewerbsverzerrung. Denn die entsprechenden Übertragungen wären auch ohne den Einsatz von Gebührenmitteln im privaten Free-TV in Deutschland zu sehen gewesen. ARD und ZDF hätten SAT.1 schlichtweg jenseits des wirtschaftlich Vertretbaren mit Gebührenmitteln aus dem Bieterwettbewerb geschoben.
Der Erwerb der Frauen- und Herren-Länderspielrechte, der Rechte der 3. Liga und der Frauen-Bundesliga im direkten Anschluss daran setze "den Irrweg der öffentlich-rechtlichen Anstalten" fort. Der VPRT fordert deshalb vom DFB, bei der Paketierung der Fußballrechte und seinen Vergabeentscheidungen so zu agieren, dass auch Private bei einem Erwerb der Rechte Chancen hätten.
Doetz erinnerte daran, dass sich der VPRT und die privaten Sender bisher in dem Ratifizierungsverfahren zum 15. Rundfunkänderungsstaatsvertrag "konstruktiv" verhalten und die grundsätzliche Gebührenfinanzierung nicht infrage gestellt hätten. "Wenn ARD und ZDF allerdings mutwillig diesen Konsens über die Existenzgrundlage des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im dualen System einem hemmungslosen Wettbewerb opfern, gibt es spätestens jetzt genug Öl in der Pipeline, um es ins medienpolitische Feuer zu kippen", so Doetz.

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