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Speer-Affäre: Bild kündigt Gang durch Instanzen an

Bild darf und durfte über die Speer-Affäre berichten: So interpretiert das Boulevard-Blatt die jüngste Entscheidung des Kammergerichts Berlin. Die Richter entschieden, dass die erstinstanzliche Entscheidung des Landgerichts, jede publizistische Nutzung von E-Mails zu verbieten, zu weitgehend war. Allerdings darf aus bestimmten persönlichen E-Mails nicht direkt oder indirekt zitiert werden.

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Die Vorgeschichte: Der Bild-Redaktion waren nach eigenen Angaben Dokumente zugespielt worden, die eine Verstrickung ehemaligen brandenburgischen Innenminister Rainer Speer in eine Straftat nahelegten. Nachdem die Journalisten Speer um Stellungnahme zu den Vorwürfen gebeten hatten, erwirkte dieser Verbotsverfügungen gegen die Springer-Zeitung.

"Wir begrüßen die Entscheidung des Kammergerichts, dass die publizistische Nutzung der E-Mails ausdrücklich erlaubt ist", kommentiert Bild-Sprecher Tobias Fröhlich. "Dass die Einstweiligen Verfügungen in Bezug auf das direkte oder indirekte Zitieren dennoch bestätigt wurden, halten wir für falsch. Um Klarheit für die Nutzung von Quellen in der journalistischen Arbeit zu bekommen, werden wir diesen Fall im Hauptsacheverfahren und, wenn nötig, bis zur höchstrichterlichen Entscheidung weiter führen."

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