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Nazi-Fauxpas bei Biathlon-Weltmeisterschaft

Die Biathlon-WM im sibirischen Chanty-Mansijsk hat ihren Medien-Skandal: Beim traditionellen Presseempfang brachte eine scheinbar gelungene Deko-Idee des Event-Designers den Weltverband IBU und die WM-Organisatoren in Erklärungsnöte. Als Tischschmuck hatte der Dekorateur einen Strauß aus alten Zeitungen in verschiedenen Sprachen zusammengestellt. Das Peinliche dabei: Darunter befanden sich auch zwei Nazi-Zeitungen, die u. a. vermeldeten, dass "die Invasion begonnen hat".

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Auf den Tischen der Pressevertreter fanden sich zwei deutschsprachige Titel. Zum einem eine Ausgabe der "Deutschen Allgemeinen Zeitung", die den Start der Invasion verkündete bzw., dass "Kampf und Abwehr" im vollen Gange seien. Zum anderen hatte der Dekorateur noch eine Titelseite der NSDAP-Gauzeitung "Der Angriff" ausgedruckt. Herausgeber der Parteizeitung war damals der Reichspropagandaminister Joseph Goebbels. Der Angriff machte mit einer Story über den "Reichskanzler Hitler" auf.

Den Organisatoren ist der Fehlgriff höchst peinlich. Laut dpa entschuldigte sich die Generaldirektorin des Konzert- und Theatercenters Ugra-Classic, Irina Taschenko, in einem Schreiben an den Weltverband. "Das hatte keine politischen Gründe", schreibt sie. In dem Brief bat sie offenbar mehrmals um Entschuldigung. So sollen die Zeitungen nur versehentlich ausgewählt worden sein. Darüber hinaus führte Taschenko noch fehlende Sprachkenntnisse an. „Neutralität ist uns wichtig“, sagte die Generaldirektorin.

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