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Sarrazin nutzte Bundesbank-Ressourcen

Die nächste Wendung in der Debatte um Thilo Sarrazin: Laut einem Bericht der Zeit hat sich der umstrittene Bundesbankvorstand für sein Buch umfassender der Ressourcen der Behörde bedient als bisher bekannt. Über einen Assistenten habe er die Bibliothek der Frankfurter Notenbank genutzt, um sich Material zu besorgen. "Außerdem ließ er durch sein Büro bei der Bundesbank Statistiken bei der Industrieländerorganisation OECD bestellen", schreibt die Wochenzeitung in ihrer morgigen Ausgabe.

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"Die haben ja quasi den halben Bestand ausgeliehen", sagt ein Bundesbanker. Als sich herumspricht, dass Sarrazin ein Buch schreibt, bezeichnet es die Behörde zunächst als seine Privatsache. Doch in den kommenden Monaten gibt Sarrazin so viele fragwürdige Interviews, dass Kanzlerin Angela Merkel die Bundesbank zum Handeln auffordert.
Ende August entschied die Notenbank, sich von Sarrazin zu trennen. Das letzte Wort in dem Beschluss liegt bei Bundespräsident Christian Wulff. Sollte Sarrazin gegen seine mögliche Absetzung klagen, "könnte die Frage der Nutzung von Bundesbankressourcen eine wichtige Rolle spielen, weil er bisher argumentiert, sein umstrittenes Buch als Privatmann geschrieben zu haben", berichtet Die Zeit.
Thilo Sarrazin wurde am 6. Februar 2009 zum Bundesbankvorstand berufen. In den ersten neun Monaten habe er 154.799,12 Euro verdient, so Die Zeit. Das sind auf ein Jahr hochgerechnet gut 200.000 Euro und damit mehr, als ein Bundesminister erhalte.

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