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Angebliche Sicherheitsprobleme bei Wikileaks

Das US-Magazin Wired berichtet über Technik- und Sicherheitsprobleme bei der Whistleblower-Plattform Wikileaks. So ist die Seite, über die man geheime Dokumente abgesichert zu Wikileaks hochladen konnte, seit mehreren Tagen offline. Laut Wired hat Wikileaks sein Zertifikat für die Verschlüsselungstechnik SSL nicht erneuert, obwohl dies relativ billig und schnell zu bewerkstelligen sei. Wikileaks wurde weltweit bekannt, als die Seite ein Video über einen US-Angriff im Irak veröffentlichte, bei dem Zivilisten starben.

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Das erschütternde Video wurde unter dem Titel "Collateral Murder" auf einer eigens dafür eingerichteten Website (www.collateralmurder.com) veröffentlicht und sorgte weltweit für ein gewaltiges Medienecho. Der Soldat Bradley Manning, der das Video vermutlich Wikileaks zugespielt hat, wurde zwischenzeitlich von US-Behörden verhaftet, nachdem er sich einem Hacker anvertraute, der ihn verriet.

Angeblich hat Manning noch viele weitere Geheimdokumente, darunter auch weitere Videos an Wikileaks übermittelt. Bisher wurde davon jedoch nichts veröffentlicht. Allerdings hat Wikileaks angekündigt, in Kürze ein Video eines US-Angriffs in Afghanistan aus dem Jahr 2009 zu veröffentlichen. Während der Veröffentlichung des "Collateral Murder"-Videos befand sich Wikileaks laut Wired einer sechs Monate dauernden Spenden-Kampagne, während der die Wikileaks-Archive offline gestellt waren. Als Wikileaks im Mai 2010 wieder voll erreichbar war, seien allerdings die Verschlüsselungs-Techniken gelockert worden. Das Anonymisierungs-Tool Tor, das Wikileaks bisher benutzte, sei bereits ab Februar nicht mehr erreichbar, so Wired.

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Die Schlussfolgerung des Magazins: Derzeit sei es fast unmöglich, geheime Unterlagen an Wikileaks zu übermitteln. Auch das Herunterladen von Dokumenten sei nicht mehr gefahrlos möglich, da das gesicherte HTTPS-Protokoll ebenfalls abgeschaltet worden sei. Auf eine Anfrage habe Wikileaks Mit-Gründer Julian Assange keinen Kommentar abgeben wollen. Was hingegen nach wie vor einwandfrei funktioniere, merkt Wired süffisant an, ist die Wikileaks Spenden-Seite.

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