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US-Militärs planten Aktion gegen Wikileaks

Der US-Militärgeheimdienst ACIC (Army Counterintelligence Center) soll eine Strategie gegen die Whistleblower-Website Wikileaks ausgearbeitet haben. Bei Wikileaks werden teilweise geheime Originalquellen veröffentlicht. U.a. war auch der geheime Feldjägerbericht des umstrittenen Bundeswehr-Einsatzes im Kundus dort zu finden. Der ACIC 2008 soll versucht haben, Wikileaks unglaubwürdig zu machen. Jetzt wurde der Geheimbericht veröffentlicht - natürlich bei Wikileaks.

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Der Geheimdienstbericht des ACIC vom Februar 2008 analysiert Wikileaks-Dokumente, die sich u.a. mit dem Irak-Krieg befassen. Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass die Dokumente bei Wikileaks zwar unvollständig und auch teilweise fehlerhaft seien. Trotzdem bestehe die Gefahr, dass gegnerische Geheimdienste oder Terroristen Hinweise für mögliche Anschläge erhalten. Zitat aus der Zusammenfassung des Berichts: "The intentional or unintentional leaking and posting of US Army sensitive or classified information to Wikileaks.org could result in increased threats to DoD personnel, equipment, facilities, or installations."

Um die Position von Wikileaks zu schwächen empfiehlt der Bericht, die Vertrauensbasis der Website zu zerstören. Dies könne geschehen, indem etwa absichtlich fehlerhafte Dokumente lanciert würden oder damit gedroht würde, dass Informanten von Wikileaks leicht enttarnt werden könnten. Zitat: "The identification, exposure, or termination of employment of or legal actions against current or former insiders, leakers, or whistleblowers could damage or destroy this center of gravity and deter others from using Wikileaks.org to make such information public."

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In einer Stellungnahme von Wikileaks weist der Wikileaks-Redakteur Julian Assange darauf hin, dass in den zwei Jahren, seit der Geheimbericht erstellt wurde, keine Quelle von Wikileaks entdeckt worden sei. Assange schreibt: "It appears that this plan was ineffective." Wobei der ACIC offenbar als eine Art interner Dienstleister der US-Army fungiert und keine herausgehobene Position innerhalb der US-Geheimdienste zu besitzen scheint. Es fällt schwer, die wahre Bedeutung, des nun von Wikileaks veröffentlichten Dokuments zu bewerten. Nicht zuletzt stellt das Dokument auch eine gelungene Eigenwerbung für Wikileaks dar.

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