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AP-Fotografen an Heiligabend entlassen

Böse Bescherung: Der Deutsche Depeschendienst (ddp) hat an Heiligabend Fotografen der Associated Press (AP) ihre Kündigungen zugestellt. Betroffen sind zehn Bildjournalisten mit Pauschalistenverträgen, ihre Arbeit für die Nachrichtenagentur endet am 31. März kommenden Jahres. Der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken wirft dem Geschäftsführer der ddp, Martin Vorderwülbecke, jetzt Wortbruch vor. Dieser hatte anlässlich der Übernahme versprochen, die redaktionellen Arbeitsplätze zu erhalten.

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Die ddp hatte Anfang Dezember die deutsche Sparte der AP für einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag übernommen, um damit vor allem ihr Auslandsprofil zu stärken und eine Konkurrenz zur dpa zu schaffen. Die Arbeitplätze der 110 deutschen Journalisten, hieß es damals, sollten weitgehend erhalten bleiben.

Den jetzt gekündigten AP-Fotografen versprachen die ddp-Geschäftsführer Martin Vorderwülbecke und Franz Maurer "Gespräche hinsichtlich einer anders gestalteten Zusammenarbeit". Der DJV befürchtet deshalb, dass die neuen AP-Eigentümer "schlechtere Tarifbedingungen durchsetzen und Personal abbauen wollten".

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Der DJV-Vorsitzende Konken kritisierte insbesondere auch die Modalitäten der Kündigungen. Er bezeichnete es als "zynisch, den Kollegen ein Schreiben dieses Inhalts unter den Weihnachtsbaum zu legen". Zudem sei die Nachricht von den Entlassungen ohne Vorankündigung gekommen und habe auch bei den Kolleginnen und Kollegen am Desk für Verunsicherung über ihre eigene berufliche Zukunft geführt. "Es kann nicht angehen, dass die Mitarbeiter eines Kommunikationsunternehmens wichtige Informationen nur über Dritte erfahren", erklärte Konken.

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