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Yahoo bezieht „Webisodes“ von WPP

Auf der angekündigten Suche nach mehr eigenen Inhalten ist der Internetkonzern Yahoo auf die Werbeindustrie gestoßen: Gestern wurde ein Vertrag mit dem britischen Werbe- und Media-Konzern WPP über die gemeinsame Produktion von Multimedia-Inhalten bestätigt. Erste Konzepte deuten auf Reality-Shows, die Werbekunden von vornherein einbeziehen. Das Genre nennt sich „branded webisodes“.

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Nach einem Bericht von Cnet.com will die zu WPP (u.a. Ogilvy&Mather, Grey) gehörende „GroupM Digital Entertainment“ schon zum Jahresende mit Web-Shows aufwarten, deren Inhalte und Werbebotschaften auf Informationen zugeschnitten sind, die Yahoo über seine Nutzer gesammelt hat. Ein erstes Beispiel dafür sei das TV-Blog „Spotlight to Nightlight“ gewesen: Yahoo hatte ein Interesse an prominenten Elternpaaren registriert, das dann von dem Blog über „celebrity moms“ bedient wurde. Als Sponsor tritt ein Versicherungsunternehmen auf.
 Ein Beispiel für eine künftige Pseudo-Reality-Show heißt „50 Jobs“ und soll dem Vorbild  „Dirty Jobs“ folgen, bei dem der „Discovery Channel“ Arbeitslose auf Stellensuche verfolgte. Ein Vorab-Bericht von CNBC nennt das Format „branded webisodes“. Bereits jetzt laufen demnach zehn von Yahoo selbst produzierte Serien auf verschiedenen Kanälen, die im September  16,3 Millionen „unique visitors“ hatten.

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