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Beschwerde-Rekord wegen „Boyzone“-Sänger

Mit 21.100 Beschwerden an einem Wochenende hat die britische „Press Complaints Commission“ einen einsamen Rekord zu verzeichnen: Nie gab es bei der Eigenkontroll-Institution der Presse so viel Protest gegen einen einzigen Artikel, nämlich eine „Daily Mail“-Kolumne zum Tod des „Boyzone“-Mitglieds Stephen Gately.

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Die Autorin Jan Moir hatte mit einem spekulativ-reißerischen Aufsatz den Zorn insbesondere der Schwulen-Bewegung auf sich gezogen, die den Text als homophob bewertete. Bei der enormen Zahl von Pressebeschwerden wirkten Twitter und andere Netzwerk-Seiten als Multiplikator.

Die PCC verweist auf ihre Richtlinien, nach denen nur direkt Betroffene in das Verfahren einbezogen werden, will die Massen-Kundgebung aus dem Internet aber als „affected parties“ zur Kenntnis nehmen.

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