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Neuer “Drei-Stufen”-Leitfaden

Eine Anleitung für den berüchtigten "Drei-Stufen-Test": Die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) möchte zur "Versachlichung der Diskussion" beitragen und hat einen Leitfaden vorgelegt, nach dem Online-Angebote der öffentlich-rechtlichen Sender auf ihre "marktlichen und publizistischen Auswirkungen" geprüft werden können. Der Leitfaden von der Uni Zürich spielt den Ball aber an die Gremien zurück: die politische Entscheidung, ob ein Angebot erwünscht ist, könne kein Test übernehmen.

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Der DLM-Vorsitzende Thomas Langheinrich hatte die bisherigen Gutachten der öffentlich-rechtlichen Sender als “überkomplex und kaum handhabbar” kritisiert, während die bei diesem Thema schnell wutschäumenden Sprecher der privaten Medienwirtschaft sie meist vorhersehbar, weil parteiisch finden – von den Kosten für das Heer der Gutachter gar nicht zu reden. 
Der Leitfaden entwickelt nun zwölf Kriterien zur Prüfung und spielt sie an drei Beispielen durch: Ein Opernportal (“unbedenklich”), ein Fußball- und ein Nachrichtenportal (beide “bedenklich”). Voller Erfolg der Kriterien also: “Die Anwendung des Leitfadens lieferte denn auch diese zu erwartenden Ergebnisse”, heißt es. Der von Medienwissenschaftlern ausgearbeitete Text kommt angesichts des Beispiels “Nachrichtenportal” zu dem bemerkenswerten Fazit: “Die Erstellung von Gutachten nach diesem Leitfaden ist für politische Entscheidungen dieser Art kein Ersatz.” In der Debatte um die Existenzberechtigung aus Gebühren finanzierter Online-Angebote ist also eher wenig gewonnen.

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