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Bayern: „Zeitungszeugen“ darf verkauft werden

Der Freistaat Bayern unterliegt vor Gericht im Urheberrechtstreit gegen das Projekt „Zeitungszeugen“. Das Landgericht München hat am heutigen Mittwoch einen Verbotsantrag in großen Teilen zurückgewiesen. Die Faksimile-Nachdrucke historischer Nazi-Zeitungen dürfen somit wieder verkauft werden.

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Der Freistaat hatte wegen Urheberrechtsverletzungen gegen den britischen „Zeitungszeugen“-Verleger Peter McGee geklagt. Das bayerische Finanzministerium berief sich dabei auf seine Rolle als legitime Rechtsnachfolger des NS-Verlages Franz Eher und beanspruchte dessen Urheberrechte für sich. Das Landgericht München entschied nun mit der Begründung, dass 70 Jahre nach Erscheinen das Urheberrecht abgelaufen sei, dagegen.

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