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TheJunction scannt 4000 Kultur-Blogs

Die Selbstbeschreibung klingt arg schwülstig: „TheJunction zeigt Impulse, Knotenpunkte zwischen Gesellschaft, Kunst, Natur und Körper.“ Tatsächlich steckt hinter TheJunction jedoch eines der spannendsten deutschen Netz-Kultur-Projekte. Aus über 4000 Blogs filtert eine Redaktion interessante Storys, recherchiert sie weiter und fasst sie zusammen. „So können wir Geschichten erzählen, bevor sie in den etablierten Medien angekommen sind“, sagt Chefredakteur Norman Röhlig gegenüber MEEDIA.

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Thematisch setzt die Seite auf einen möglichst weitgefassten Kunst- und Kulturbegriff. Der Inhalt reicht von Film, Malerei, Fotografie und Mode bis Web-Design und Multimediainstallationen. „Zielgruppe von TheJunction sind Kreative und vielseitig Interessierte, die Anregungen für ihr Denken und Arbeiten suchen oder sich einfach auf einfallsreiche Weise unterhalten lassen möchten“, sagt Röhlig.

Aufgemacht ist das Kultur-Portal wie ein Blog. So sind die Artikel nach Einstelldatum sortiert. Der aktuellste Eintrag steht immer oben. Trotzdem weißt Röhlig den Vergleich mit einem klassischen Weblog zurück. „Wir sind in dem Sinne kein Blog. Wir verstehen uns in erster Linie als Online-Magazin.“
Wie es sich für ein anständiges Journal – ob online oder offline – gehört, steht Röhlig natürlich auch einer fünfköpfigen Redaktion vor. „Zum selber schreiben der Magazinbeiträge kommen wir bisher leider nur selten. Die meiste Zeit sind wir mit dem Scannen der Nachrichtenlage und der Organisation unseres Autorenpools beschäftigt. Die kurzen Impulstexte stammen allerdings immer von uns persönlich.“ Vor seiner Tätigkeit als Chefredakteur schrieb Röhlig als freier Autor für unterschiedliche Kulturmagazine. Darüber hinaus arbeitete er eng mit Modedesigner Kostas Murkudis zusammen.

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Der Redaktionssitz des Magazins ist in Berlin, in den Büroräumen der PR-Agentur Piabo. Kein Zufall, denn Agentur-Chef Tilo Bonow ist der Kopf hinter dem Web-Verlag BENTANO.publishing, unter dessen Dach wiederum TheJunction erscheint. Noch kann sich das Projekt nicht selber tragen, geplant ist allerdings, dass sich das Angebot irgendwann über Werbung finanzieren soll.

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