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Murdoch kauft New Yorker Lokalblatt

Rupert Murdoch investiert mitten in der US-Zeitungskrise weiter. Gerade hat der Tycoon das Lokalblatt „The Brooklyn Paper“ für eine unbekannte Summe gekauft. Die Zeitung ist so etwas wie hierzulande Anzeigen-Blätter, eine kostenlose Zeitung, die über Lokales berichtet In den USA rätseln Branchen-Experten, was Murdoch mit noch einer siechenden Zeitung anfangen will. Die Erklärungsversuche reichen von Konkurrenz zum neuen Blog-Angebot „The Local“ der „New York Times“ bis zu blankem Hass.

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Es gilt als Fakt, dass Murdoch die liberale „New York Times“ geradezu irrational hasst und zu sehr viel bereit ist, um ihr zu schaden. 2006 hat Murdoch bereits die beiden in Brooklyn ansässigen Zeitungsgruppen TimesLedger und Courier-Life gekauft. Mit „The Brooklyn Paper“ könnte er nun der „Times“ in einer Nadelstich-Taktik weiter lokale Anzeigen abspenstig machen, so die Vermutung des US-Medienblogs Gawker.com.

Außerdem hat die „Times“ mit ihrem Lokal-Blog-Projekt „The Local“ gerade einiges an Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Bei „The Local“ arbeiten erfahrene Redakteure mit Bürgern zusammen an einer Art Blog-Stadtteilzeitung im Internet, begleitet von der City University. Eine „The Local“-Ausgabe kümmert sich um Brooklyn.

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Dabei macht Murdoch seine Zeitungssparte derzeit alles andere als Freude. Seine Fünf-Milliarden-Dollar-Investition in das „Wall Street Journal“ hat ihm herbe Verluste beschert. Der Kauf gilt inzwischen als überteuert. Murdoch musste in seiner Zeitungssparte drei Milliarden Dollar abschreiben, der Aktienkurs seiner News Corp ist im vergangenen Jahr um 70 Prozent abgestürzt. Der alte Hai braucht gute Nerven.

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