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Acht Thesen: So wirkt sich die Finanzkrise auf die Web-Welt aus

„Oh Fuck!“. Besser lässt sich die Finanzkrise nicht zusammenfassen. Dieses Cover ist zwar eine Fälschung, spricht aber wohl jedem – auch den konservativsten „The Economist“-Leser aus der Seele. Selbst wenn sich die Börsen-Kurse bis zum Ende des Jahres wieder leicht erholen sollten, steht doch das Wachstumsbarometer der gesamten Weltwirtschaft weiterhin auf Rezession. Kurz: Mindestens das […]

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„Oh Fuck!“. Besser lässt sich die Finanzkrise nicht zusammenfassen. Dieses Cover ist zwar eine Fälschung, spricht aber wohl jedem – auch den konservativsten „The Economist“-Leser aus der Seele.

Selbst wenn sich die Börsen-Kurse bis zum Ende des Jahres wieder leicht erholen sollten, steht doch das Wachstumsbarometer der gesamten Weltwirtschaft weiterhin auf Rezession. Kurz: Mindestens das nächste Jahr wird hart. Eine Tatsache, auf sich Medienhäuser wie G+J oder Software-Produzenten wie SAP mit neuen Sparprogrammen schon einstellen. Die exakten Auswirkungen der Krise auf die Web-Welt kann noch nicht beziffert werden. Gleichwohl lassen sich heute schon acht Thesen über die Auswirkung der Rezession formulieren.

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  1. Bereits heute wurde an den internationalen Aktienmärkten so viel Geld – potentielles Investorenkapital – vernichtet, dass Anfang 2009 vielen Start-ups das Kapital ausgeht und sie auch keinen neuen Geldgeber finden.
  2. Die besten Überlebenschancen haben Netz-Angebote, die Produkte oder Dienstleistungen verkaufen und so eigene Einnahmen erzielen. Wichtig dabei: Die Preise müssen gering sein. Für ein Online-Spiel oder ein T-Shirt geben die User noch Geld aus. Auf teure Produkte wird dagegen verzichtet.
  3. Portale, deren Geschäftsmodell überwiegend auf Online-Werbung basiert, haben geringe Überlebenschancen. Es sei denn, sie finden ein großes Medienhaus als Käufer.
  4. Die großen Verlage und TV-Sender werden für wenig Geld die interessantesten Internet-Portale schlucken und auf kleiner Flamme weiter betreiben. Solange, bis sich die wirtschaftliche Großwetterlage aufheitert.
  5. Online-Games, vor allem browserbasierte Angebote wie Bigpoint, werden zum großen Gewinner. Bereits heute schlägt sich jede politische und wirtschaftliche Krise direkt und positiv auf die Userzahlen der Spiele-Plattformen nieder.
  6. Die Rezession zwingt jedes Netz-Unternehmen zu einem Höchstmaß an Innovation. Wir stehen also vor einer Phase voller überraschender Ideen.
  7. Da den meisten Start-ups – aber auch vielen Unternehmen – wesentlich geringere Mittel zur Verfügung stehen werden, wird die kommende Rezession für einen massiven Open Source-Boom sorgen. Im Zuge dessen verstärkt sich auch noch der aktuelle Trend zum Cloud Computing.
  8. Der größte Krisengewinner wird aber ein neues Wir-Gefühl sein. Viele Leute werden weniger Geld, aber viel mehr Zeit haben. Die Folge: Kooperative Projekte sind das kommende Erfolgsmodell.

>> loiclemeur
>> Inquisitr
>> Robert Basic
>> Netzkobold.com
>> Netzwertig I und II
>> radar.oreilly.com

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