Videos im Web gehört die Zukunft – und YouTube spielt mit seinen selfmade Clips ganz vorne mit. Doch wie lässt sich dieses Prinzip auf ein höheres – sprich: professionelleres – Level heben? Pioniere in dem Bereich sind Hulu, Joost oder Veoh – allerdings mit unterschiedlichen Erfolgen. Und nun kommt ein neuer Dienst, der die drei in den Schatten stellen will: Sling.com. Sling Media hat bisher mit der Slingbox seinen Kunden die Möglichkeit gegeben, auf jedem Computer das aktuelle Fernsehprogramm anzuschauen, nun will das Unternehmen mit einem Videoportal einen Schritt weiter gehen.Auf Sling.com sollen Video von mehr als 60 Partnern zu sehen sein, darunter u.a. CBS, Reuters, Warner, MGM und Sony Pictures. Alle aktuellen US-Erfolgsserien, etwa „30 Rock“, „Gossip Girl“ oder „Dr. House“, können so im Netz angeschaut werden. Zu jeder beliebigen Uhrzeit – und gleichzeitig kann man gemütlich mit seinen Freunden chatten. User können ihre eigenen Shows, Filme und Nachrichtensendungen in einem Channel anlegen, den sie wiederum für Freunde öffnen können. Überhaupt wird die soziale Komponente bei dem neuen Dienst groß geschrieben. So sollen etwa Sling-Widgets auf anderen Seiten einbettbar sein. Die Site ist für die User kostenlos und wird sich über Werbung finanzieren.
Der Start der Beta-Version verschiebt sich allerdings von Woche zu Woche. War anfangs der 3. November angepeilt, hieß es zwischenzeitlich, am 10. November würde die Site gelauncht. Aktuell wird der 24. November als Starttermin genannt. Vorabinformationen erhält man allerdings auch jetzt schon auf den Seiten der
Company.
Sling Media ist eigentlich mit der Slingbox bekannt geworden: Ein Streaming-Server, der, zwischen TV-Gerät und Signalgeber geschaltet und mit dem Internet verbunden, TV-Signale an andere Geräte sendet. So kann man live TV übers Internet gucken oder Sendungen mit dem Teil aufnehmen und zeitversetzt anschauen. Ab Oktober 2008 ist die Slingbox auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Lieblingsserie muss damit also auch hierzulande niemand mehr verpassen. Doch noch müssen Abstriche, etwa bei der Bildqualität, gemacht werden.
Sling Media brachte die Slingbox schon im Sommer 2005 heraus, nachdem die beiden Brüder Blake und Jason Krikorian die Idee dazu während ausgedehnter Auslands-Reisen hatten: Sie ärgerten sich schlicht darüber, dass sie im Jahr 2002 wichtige Spiele der Major League Baseball verpassten – und ersannen daraufhin das Konzept der Slingbox. Im Herbst 2007 wurde Sling Media für ca. 380 Millionen Dollar von der EchoStar Corporation übernommen.
PLUS / MINUS
Mit Sling lässt sich das Fernsehprogramm auch aufs Handy holen.
Viele Shows können auf Sling.com geschaut werden, allerdings sieht es bei Filmen noch mau aus: lediglich 125 Blockbuster können zum Start auf der Site geschaut werden. Aber Sling Media verspricht natürlich, dass es mehr werden.
09.03.10 13:22
Stefan Hase Website
Echt eine super Sache!!Keine Frage!!