Ribbit legt die Web-Telefonie in die Hände von Bastlern: Die Plattform bietet zum einen ab Frühjahr 2008 verschiedene VoIP-Applikationen, die es Usern erlauben, Telefonanrufe direkt aus dem Browser heraus zu führen. Zum anderen bietet Ribbit jetzt schon Entwicklern die Möglichkeit, ihre eigenen Flash-basierten Voice-Applikationen zu bauen. Die Seite ist API-offen, was heißt, dass Web-Entwickler Ribbit-Bestandteile dafür nutzen können, neue VoIP-Apps zu entwickeln.
Ribbits Herzstück ist der "SmartSwitch", eine Software, die Endgeräte wie Telefone, Handys und Computer miteinander verbindet und die Stimmübertragung möglich macht. Auch Dienste wie Skype sind mit dem SmartSwitch anwählbar.
Momentan haben schon über 600 Entwickler die Ribbit-Technologie genutzt, um neue Applikationen zu entwickeln. So ist etwa das Adobe Air iPhone entstanden, eine kleine Spielerei für Apple-Freunde: Die Flash-Applikation ist dem iPhone nachempfunden und simuliert auch mit ihren Funktionen Apples Wunderding.
Das Business-Modell von Ribbit ist ungewöhnlich. Die Company nimmt von den externen Entwicklern eine monatliche Gebühr, gegen die die Tüftler die Ribbit-Technologie benutzen und weiterentwickeln dürfen. Im Gegenzug bietet Ribbit den Entwicklern Hilfe bei Marketing und Verkauf ihres Produkts – und erhält dafür wiederum einen Teil der Erträge, die mit der Applikation erwirtschaftet werden. Zudem wird das Unternehmen in Zukunft verschiedene selbst entwickelte Applikationen an Endverbraucher verkaufen.
Im Ribbit-Vorstand sitzen altbekannte Gesichter der US-Telekommunikationsbranche. So etwa CEO Ted Griggs, der in den vergangenen Jahren an sechs Telco-Neugründungen beteiligt war. Ihm zur Seite steht Crick Waters, der unter anderem bei AT&T jahrelang für Produktentwicklung und -einführung verantwortlich war.
PLUS / MINUS
Die API-Freigabe ist ein kluger Schritt: Hunderte Entwickler basteln nun an der Ribbit-Technologie herum. Und das Unternehmen verdient sogar daran.
Ribbit bietet nichts wirklich Neues – und muss sich auf einem hart umkämpften Markt behaupten.
Die Company hat ein Problem: Sie sitzt und wartet darauf, das ein externer Entwickler mit einer sensationellen Applikation, einer Killer-Applikation, daherkommt, die Ribbit vermarkten kann. Die Idee ist nicht schlecht – aber auch nicht wirklich gut: Wenn niemand kommt, können die Gründer lange warten.
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VoIP, Corporate Blog, API-offen
Autor: Hannah Demtröder
Geschrieben: Dezember 2007
08.03.13 17:52
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